Gesundheit und
Wohlbefinden
durch Zink
 
Hermann Mohnert
Preis: EUR 4,09
Taschenbuch -
126 Seiten (1999) 
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ZINK

  Mineralien.
Das Erfolgsprogramm.

von Andreas Jopp, Ulrich Strunz
 Preis: EUR 18,00
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Gebundene Ausgabe - 223 Seiten
Erscheinungsdatum: September 2003
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Wissenswertes über Zink

       Zink ist ein essentielles Spurenelement und spielt für die
       Funktionen unseres Körpers eine wichtige Rolle:
       - unentbehrlich für viele Enzyme
       - spielt eine zentrale Rolle für unser Immunsystem
       - wirkt als Antioxidans
       - kann mit körpereigenen Hormonen Komplexe bilden 
      (z.B.Zink-Insulin-Komplex)

       Ein Zinkmangel kann sich durch folgende Symptome äussern:
       - Hautentzündungen und verzögerte Wundheilung
       - Infektanfälligkeit durch verminderte Aktivität des Imunsystems
       - verminderter Geruchs- und Geschmackssin
       - Durchfall
       - Haarausfall
       - Wachstumsstörungen, verminderte Spermatogenese

Unausgeglichene Zinkverluste können ein Grund dafür sein, daß Sportler häufiger als andere Menschen unter Infekten leiden. Eine ausreichende Zinkzufuhr dagegen gibt dem Körper zurück, 
was er durch den Sport und das Schwitzen verloren hat. Der Stoffwechsel kommt auf Touren, Leistungsfähigkeit und Abwehrkraft bleiben besser erhalten. Da den klassischen Sport-Mieralgetränken keine Spurenelemente wie Zink zugesetzt werden, kann es sinnvoll sein,
 auf gut verträgliche Zinkfilmtabletten aus der Apotheke zurückzugreifen. 
Das Risiko einer Zink-Unterversorgung bei Sportlern steigt mit zunehmendem Schweißverlust.
 Mit 1 Liter Schweiß gehen rund 20% Prozent des täglich aufgenommenen Spurenelements Zink verloren. Wie bereits gesagt, dürfen Sportgetränken keine Spurenelemente zugesetzt werden. Zinkreich dagenen sind die wenig sportgerechten Lebensmittel Fleisch und Wurst. Bei regelmäßig hohem Schweißverlust können daher gut vom Körper verwertbare Zinkpräparate aus der 
Apotheke (z.B. Unizink 50) helfen, dessen Bedarf zu decken. 

Zinkgehalt verschiedener Lebensmittel 

Zinkreich sind vor allem Lebensmittel
tierischen Ursprungs wie Fleisch, Fisch, Milch
und Molkereipordukte. Pflanzliche Lebensmittel
enthalten nur wenig Zink. Zudem kann der
Körper Zink aus tierischen Lebensmitteln
besser verwerten als aus pflanzlichen
Lebensmitteln. Die Verwendbarkeit von Zink
aus pflanzlichen Lebensmitteln kann erhöht
werden, wenn diese zusammen mit tierischen
Lebensmitteln verzehrt werden. 

Zinkgehalte verscheidener Lebensmittel 
Fleisch, Fisch 
Austern (100 g)..............50,0 mg 
Rindfleisch, mager (125 g)...........5,3 mg 
Thunfisch (150 g).............2,6 mg 
Putenbrust (125 g)................2,3 mg 
Milch, Eier, Milchprodukte 
Camembert 30% (30 g)............1,0 mg 
Vollmilch (200 g).............0,8 mg 
Vollei (60 gr).................0,8 mg 
Joghurt 1,5 % (150 g).............0,6 mg 
Obst 
Banane 8125 g) ...............0,3 mg 
Apfel (125 g).................0,1 mg 
Gemüse 
Spinat (200 g).................1,0 mg 
Bohnen, grün (200 g)..............0,4 mg 
Getreide 
Haferflocken (30 g).............1,3 mg 
Weizenkeime (10 g)..............1,2 mg 
Vollkornbrot 845 g).............0,9 mg 
Weizenkleie (55 g)...............0,7 mg 
      
 

Nicht nur für das Immunsystem ist Zink unentbehrlich. Als natürlicher "Bodyguard" des Körpers schützt Zink auch direkt die Körperzellen und das Gewebe vor "freien" Radikalen, die die Zellmembranen und damit die einzelnen Zellen erheblich schädigen können. Eine ausreichende Zinkzufuhr sorgt mit dafür, daß freie Radikale rasch abgebaut werden können und das Zellsystem intakt bleiben kann. 
Wieviel Zink ist notwendig? 
Die Zufuhrempfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) e.V. für Zink liegt bei täglich 15 mg. Lediglich bei einer Zufuhr von mehr als der 10fachen Zufuhrempfehlung sind Übelkait, Erbrechen, Durchfälle und Leibschmwezen beobachtet worden.Diese Zufuhrmengen können mit Lebensmitteln kaum erreicht werden, denn wer ißt schon täglich eine große Portion Austern? 
Der von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) e.V., Frankfurt, u.a. im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit herausgegebene , aktuelle Ernährungsbericht über die Ernährungssituation in Deutschland macht deutlich, daß das Spurenelement Zink zu den Nahrungsmittelbestandteilen gehört,bei dem mit üblicher Ernährungsweise das Risiko einer Unterversorgung mit am höchsten ist. 
Nachfolgende Symptome können auf eine Zinkunterversorgung hinweisen 
Müdigkeit, Antriebsmangel, abnehmende
körperliche Leistungsfähigkeit 
Depression 
überdurchschnittliche Infektanfälligkeit 
Wundheilungsstörungen 
brüchige Nägel, weiße Flecken auf den Nägeln 
brüchige Haare, Haarausfall 
Nachtblinheit, Augentrockenheit 
Dehnungsstreifen in der Schwangerschaft oder bei Kraftsportlern 
mangelndes sexuelles Interesse 
Blutarmut 
Appetitlosigkeit 

Zinkbedarf: Der menschliche Körper enthält etwa 2 bis 4 g Zink. Davon liegen ca. 99% in der Zelle vor. Die Konzentration im
Blutserum beträgt etwa 15 umol/l Zink. Der tägliche Bedarf an elementarem Zink beträgt bei Kindern etwa 5-10 mg, bei
Erwachsenene etwa 15 mg, in der Schwangerschaft und Stillzeit etwa 20 mg. Zur Therapie eines Zinkmangels müssen höhere Dosen
eingenommen werden (Erwachsene 30-90 mg/Tag). Zink ist wichtiger Bestandteil vieler Enzyme, weshalb es nicht verwunderlich ist,
daß es bei einem Zinkmangel zu vielfältigen Störungen kommenkann. Zum ersten Mal wurde ein Zinkmangel im Iran beobachtet, wo
bis zu 80 % der aufgenommenen Nahrungsmittel aus einem ungesäuerten Fladenbrot bestanden. In diesem ist das Zink an Phytinsäure
gebunden und kann so schlecht aufgenommen werden. Dazu sind die Böden dort,und damit auch die Lebensmittel, arm an Zink. Bei
uns ist dies kaum von Bedeutung, da die Ernährung vielfältiger ist und bei einer langen Teiggärung, wie sie zumindest bei Roggen-
Vollkornbroten häufig angewendet wird, die Phytinsäure abgebaut und damit das Zink verfügbar wird.
Zu Zinkmangelzuständen kommt es bei uns vorwiegend nach erhöhtem Alkoholkonsum, Entzündungen, operativen Eingriffen sowie
Schwangerschaften. Zinkreiche Nahrungsmittel sind v.a. Austern, Fleisch, Leber, Milch und Eigelb, Getreidekörner, Nüsse, Erbsen
und Karotten. Zink wird besser vom Körper aufgenommen, wenn es zusammen mit tierischem Eiweiss gegessen wird.
Verkürzt aus KLIPS Offizin Infoline 3.3.99
Gesundheit und Wohlbefinden durch Zink 
Hermann Mohnert
Preis: EUR 4,09
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Kurzbeschreibung
Zink ist ein wichtiges Spurenelement. Es beeinflußt das Immunsystem sowie den Hormonstoffwechsel und fördert die Entgiftung des Körpers. Darüber hinaus hat Zink heilende Wirkung bei Rheuma, Allergien, Leber- und Nierenerkrankungen. Ein Mangel hingegen begünstigt eine Reihe von Infektionskrankheiten. 



Zink ist essentieller Bestandteil solcher Enzyme, welche für Zellwachstum, Immunität, Prostatafunktion, Spermabildung
und Wachstum der Geschlechtsorgane sorgen. Zink kann gegen Akne helfen und die Aktivität der Fettdrüsen regulieren.
( - ) zuviel Kalzium, Alkohol.
( +) Phosphor, Kupfer, Kalzium, A.Effektive tägliche Dosierungen liegen zwischen 15 und 50mg.


Zink ist ein Spurenelement, das beim Aminosäurestoffwechsel eine wichtige Rolle spielt.
Weitere wichtige Aufgaben sind:
       Verbesserung der Wundheilung
       Unterstützung des Immunsystems
       Aktivierung verschiedener Enzyme
Ein Mangel führt u.a. zu:                         Hautveränderungen
                                                             verminderter Wundheilung
                                                             Nachtblindheit
                                                             Geruchs- und Geschmacksstörungen
Die DEG empfiehlt eine tägliche Zink-Zufuhr von 12 - 15 mg. Reichlich Zink findet man in Roggen- und Weizenkeimen, Weizenkleie,
Haferflocken und Käse. Aber auch Gemüse, Milch und unser Trinkwasser enthält ausreichend Zink.
Zink beugt wirklich Infektionen vor  23.10.1998 Ärztezeitung
Baltimore (Rö). Erhalten Kinder mit der Nahrung eine Zinksupplementation, ist bei ihnen die Rate von Atemwegserkrankungen vermindert. Dies hat jetzt erneut eine Studie bestätigt.
Dr. Robert E. Black und seine Kollegen von der Johns Hopkins Universität in Baltimore im US-Staat Maryland haben die Ergebnisse ihrer Studie dazu in der Zeitschrift "Pediatrics" (102, 1998, 1) veröffentlicht.
Sie haben gemeinsam mit indischen Kollegen untersucht, welchen Effekt die Supplementation mit zehn Milligramm elementarem Zink auf die Inzidenz und Prävalenz von akuten Atemwegserkrankungen bei Kindern hat. Aufgenommen in die doppelt-blinde Zufallsauswahl-Studie wurden 609 Kinder. Von ihnen erhielten 298 Zink, der Rest ein Scheinmedikament. Die Kinder waren zwischen sechs und 35 Monaten alt. Supplementiert und beobachtet wurde während eines halben Jahres.
Ergebnis: Nach 120 Tagen der Supplementation ging der Anteil der Kinder mit Plasma-Zink-Konzentrationen unter 60 Mikrogramm pro Deziliter von 36 Prozent auf zwölf Prozent in der Zink-Gruppe zurück. In der Kontrollgruppe stieg er im Gegensatz dazu von 37 Prozent auf 44 Prozent. Die Rate der akuten Infektionen der unteren Atemwege war bei den Kindern, die die Substitution erhalten hatten, deutlich erniedrigt. Sie betrug bei ihnen 0,2 Episoden pro Kind und Jahr, im Vergleich zu 0,35 Episoden pro Kind und Jahr bei den Kindern der Kontrollgruppe.
Damit ergab sich eine um 45 Prozent verminderte Inzidenz solcher Atemwegsinfektionen durch die Zinksubstitution.
Wie wirkt Zink? Eine Möglichkeit ist, daß die Substitution den Immunstatus verbessert und so Infektionen vorbeugt. Die andere Möglichkeit ist, daß Zink direkt antiviral wirkt.
Ernährungswissenschaft / Untersuchung bei Senioren, die in Heimen oder zu Hause leben     3.4.98 Ärztezeitung

Magnesium- und Zinkmangel: Ein wohl verbreitetes Problem bei Älteren

Kiel (fun). Senioren stellen offenbar eine Risikogruppe für eine Unterversorgung mit Zink und Magnesium dar. So haben etwa ein Drittel der Senioren nach einer Untersuchung der Universität Hohenheim zu wenig Magnesium oder Zink im Blut. Bei vielen Senioren liegen sogar beide Mängel gleichzeitig vor. Deshalb sollte auf Mangelhinweise geachtet und bei Bedarf supplementiert werden. Prophylaktisch ist ein Glas Gemüsesaft pro Tag empfehlenswert.
Marcus Wörwag, Apotheker am Institut für Biologische Chemie und Ernährungswissenschaft, Pharmakologie und Toxikologie der Universität Stuttgart-Hohenheim hat die Studie beim 35. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Ernährung in Kiel vorgestellt.
Senioren aus dem gesamten Bundesgebiet untersucht:
Untersucht wurden Serumproben von 202 in Arztpraxen versorgten über 60jährigen Senioren aus dem gesamten Bundesgebiet. 60 Senioren lebten in Alten- oder Seniorenheimen, 142 versorgten sich zu Hause. Heimbewohner waren im Mittel 84 Jahre alt, zu Hause lebende Senioren 78 Jahre.
Wie Wörwag berichtet hat, konnte ein Magnesium- oder Zinkmangel bei jeweils 30 Prozent der Heimbewohner festgestellt werden. Dagegen hatten 36 Prozent der zu Hause lebenden Senioren eine Hypomagnesämie, aber nur 18 Prozent einen Zinkmangel. Ein Mangel beider Elemente lag in beiden Gruppen bei jeweils sechs Prozent der Senioren vor.Als Folge des Magnesiumdefizits seien bei den Senioren Wadenkrämpfe aufgetreten, so Wörwag. Die Hypozinkämie führte zu verzögerter Wundheilung sowie zu verschlechterter Immunabwehr.Um die Gründe für die Mangelzustände zu erfassen, analysierte Wörwag die Mahlzeiten eines Stuttgarter Alten- und Pflegeheims. In diesem Heim hatten sogar 20 Prozent der Senioren einen Magnesium- als auch einen Zinkmangel. Wie Wörwag berichtet hat, enthielten die Mahlzeiten nur etwa die Hälfte der von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zur Bedarfsdeckung empfohlenen Magnesium- und Zinkmenge.
Die Zusammenstellung der Mahlzeiten lasse zunächst keinen Grund für das Defizit erkennen, so Professor Hans-Georg Classen, wissenschaftlicher Betreuer der Arbeit, zur "Ärzte Zeitung". Der geringe Magnesiumgehalt sei jedoch teilweise durch einen hohen Mineralstoffverlust bei der Zubereitung erklärbar.
Ebenfalls ein Zinkdefizit fanden die Ernährungswissenschaftlerinnen Susanne Keller und Margarete Rükgauer vom Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin am Katharinenhospital Stuttgart.

Zinkmangel kann zu erhöhter Infektanfälligkeit führen

Die beiden Wissenschaftlerinnen untersuchten Plasma, Vollblut, Erythrozyten, Thrombozyten und Leukozyten von 40 geriatrischen, stoffwechselgesunden Personen und verglichen die Ergebnisse mit den Befunden bei Blutspendern. Die Senioren waren im Mittel 73 Jahre alt, die Blutspender 30 Jahre.
Die Resultate: Bei Senioren war in Erythrozyten und in polymorphnukleären Leukozyten die Zinkkonzentration erniedrigt. Dies kann zu verminderter antioxidativer Abwehr und zu erhöhter Infektanfälligkeit führen.
Aufgrund dieser Befunde empfiehlt Rükgauer, bei ersten Anzeichen von Mangelerscheinungen Zink zu supplementieren. Prophylaktisch könne Senioren ein Glas Gemüsesaft pro Tag empfohlen werden.
Typ-I-Diabetes / Selen, Kupfer und Zink in Plasma, Vollblut und Blutzellen von jugendlichen Typ-I-Diabetikern 14.4.1998Ärztezeitung

Störung im Zinkhaushalt verhindert Wundheilung

Stuttgart (fun). Diätetische Einschränkungen und eine veränderte renale Ausscheidung führen bei juvenilen Diabetikern zu Verschiebungen im Spurenelementhaushalt. Stuttgarter Wissenschaftler fanden bei Kindern mit Typ-I-Diabetikern Hinweise auf ein Selen- und Zinkdefizit.
Besonders ein Zinkmangel wird mit der verzögerten Wundheilung von Diabetikern in Verbindung gebracht. Bei schlechter Diabeteseinstellung kann sich außerdem Zink in Erythrozyten anreichern und steht dann für die Aktivierung von exogenem Insulin nicht mehr zur Verfügung.
Die Konzentration von Selen, Kupfer und Zink im Plasma, Vollblut und in Blutzellen von 54 jugendlichen Typ-I-Diabetikern wurden von den Diplom-Ernährungswissenschaftlerinnen Tanja Weber und Margarete Rükgauer vom Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin des Katharinenhospitals Stuttgart untersucht und mit jener von Gesunden verglichen (Aktuelle Ernährungsmedizin 23, 1998, 13). Dabei waren die Kupferkonzentrationen im Vollblut und Plasma der Diabetiker um 7,6 und 12,6 Prozent im Vergleich zu dem Kontrollkollektiv erhöht. Möglicherweise ist der Zaeruloplasminspiegel diabetischer Kinder analog zu erwachsenen Diabetikern erhöht. Dies könne als Indiz für oxidativen Streß gedeutet werden, so Weber.
Selen und Zink sind - darauf weisen die Studienergebnisse hin - bei Typ-I-Diabetikern im Defizit. Die Zink-Plasmakonzentrationen nahmen mit der Krankheitsdauer zu, wobei die Ursache unklar blieb. Vermutlich besteht ein Zusammenhang mit der erhöhten renalen Zinkausscheidung - sie kann das Zwei- bis Dreifache von Gesunden erreichen.Die häufig verschlechterte Immunabwehr von älteren Diabetikern wird ebenfalls auf die Zinkdefizite zurückgeführt.
Inwieweit der beobachtete Mangel an Selen das antioxidative Schutzsystem der Diabetiker in Mitleidenschaft zieht, müsse noch in weiteren Untersuchungen geklärt werden, so die Wissenschaftler.

Zinkmangel: Viele Menschen in Deutschland leiden nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Ernährungsmedizin und Diätetik in Aachen an Zinkmangel, ohne es zu wissen. Sei die Versorgung mangelhaft, könne das Auswirkungen etwa auf Wundheilung, Immunsystem, Verdauung, Stoffwechsel, Zeugungsfähigkeit oder Empfängnisbereitschaft haben. Zu den Risikogruppen gehören besonders Veganer, aber auch Personen, die mehr als den durchschnittlichen Bedarf von 15  Milligramm Zink am Tag brauchen. (dpa, 19.06.2000)


Futter fürs Hirn: Mit der richtigen Ernährung lassen sich Intelligenz, Leistungsfähigkeit und Ausgeglichenheit steigern. Das haben amerikanische Wissenschaftler bei einer neuen Studie herausgefunden, berichtet die Zeitschrift «FAMILIE&CO» in ihrer neuen Ausgabe. Wissenschaftler der Stanford-Universität haben zum Beispiel herausgefunden, so die Zeitschrift, dass ein Mangel an Thyamin (eines der B-Vitamine) gezielt graue Zellen absterben und das Gehirn schrumpfen lassen. Andere Studien belegten, dass Zink das Hirn wachsen lassen könne, wie etwa auch die Omega-3-Fettsäuren, die vor allem in Fisch zu finden sind. Kohlenhydrate machten ruhig und gelassen, Proteine wach  und aufmerksam. (dpa, 19.06.2000)


Zink hilft bei Grippe  Das Ergebnis der Doppelblindstudie     New England Journal of Medicine 
100 Teilnehmer einer Studie in Cleveland, Ohio, bekamen entweder  65 mg Zink pro Tag oder ein Placebo innerhalb von 24 Stunden nach Ausbruch einer Grippe.
Die 50 Probanden, die Zink bekommen hatten litten kürzer unter Husten, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schnupfen. Noch imposanter: Während die
Placebopatienten durchschnittlich 7,6 Tage unter der Grippe litten, waren die Zinkprobanden im Schnitt nach 4,4 Tagen beschwerdefrei.
Wie Zink dies bewerkstelligt ist noch nicht genau bekannt. Forscher vertreten zwei Hypothesen. Die einen verweisen auf Experimente, in 
denen Zink die Vermehrung von Viren hemmte, andere meinen, daß  Zink die Immunreaktionen verstärkt.


Zink für das Immunsystem
Im gesamten menschlichen Organismus gibt es nur zwei bis drei Gramm Zink, doch ist diese Prise lebenswichtig. Zink ist an den wesentlichsten Stoffwechselvorgängen beteiligt. Alle unsere Organe, unsere Blutkörperchen und mehr als 200 Enzyme sind von ihm abhängig. Zink ist nach Eisen das zweithäufigste Spurenelement im menschlichen Körper. Es ist am Einfangen der Krebs erregenden freien Radikale beteiligt. Es hilft beim Kohlendioxid-Transport in die roten Blutkörperchen, bei der Alkoholentgiftung und bei der Regulierung des Blutzuckers. Ohne Zink hätten wir keine Magensäure, unser Nierenstoffwechsel und viele andere lebenswichtige Vorgänge wären gestört oder unmöglich. Zink ist außerdem der wichtigste Gegenspieler von Schwermetallen im Körper, man setzt es deshalb bei Schwermetallvergiftungen und bei der Amalgam-Ausleitung eingesetzt. Diese vielfältigen Funktionen und Wechselwirkungen erklären, warum Zink bei vielen Krankheiten als Heilmittel wirken kann.


Melatonin – Thymus – Schilddrüse und adrenerge Innervation
Magnesium (Mg2+) stimuliert die Melatoninsynthese. Umgekehrt unterdrückt Melatonin Prolaktin. Deprenyl verhindert die Noradrenalindegraduierung durch die Monoaminooxydase. Dadurch wird auch Melatonin gesteigert, da der Abbau des Seratonins durch die MAO gehemmt wird. Das verbleibende Seratonin kann so vermehrt in Melatonin umgewandelt werden. Melatonin unterdrückt die Schilddrüse, was dadurch belegt ist, daß eine Pinealektomie zu einer Vergrößerung der Schilddrüse führt. Über die Schilddrüse wirkt das Melatonin damit antistreßmodulierend und immunmodulierend.
Thymus, Epiphyse und Schilddrüse haben eine gemeinsame adrenerge Innovation, was den physiologischen Zusammenhang dieser drei Hormone erklärt.

Zink
stimuliert die Aktivität des Thymus, Zinkmangel ist gleichzeitig auch mit einem Mangel an Wachstumshormon und TSH verbunden. 
Auch hier zeigt sich der Zusammenhang zwischen Thymus, Epiphyse und Hypophyse: Thyroxin, Somatotropin und LHRH restituieren die Thymusfunktion.


Schöne Mähne: Zink, Biotin und Folsäure gut fürs Haar
Aachen (dpa) - Für schöne Haare spielt auch die Ernährung eine wichtige Rolle. Zwar ist ein früher Haarausfall in den meisten Fällen genetisch bedingt. Doch mit der richtigen Ernährung, lässt sich einiges dafür tun, dass die Haare möglichst lange schön bleiben, teilt das Deutsche Institut für Ernährungsmedizin und Diätetik (DIET) in Aachen mit. Positiv wirkt sich demnach eine Ernährung mit viel Zink, Biotin und Folsäure auf die Haare aus. Das Spurenelement Zink beispielsweise ist an der Bildung von Keratin beteiligt, einem wichtigen Bestandteil von Haut, Haaren und Nägel. Zink ist dem Institut zufolge in größeren Mengen unter anderem in Rind- und Schweinefleisch, Roggen- und Weizenkeimen sowie in Eiern, Käse und Meeresfrüchten enthalten. 18. August 2001


Zinkprotoporphyrin ein signifikanter Parameter in der Eisendiagnostik bei Ausdauersportlern
Weiglein K, Schmidt W, Himmelbach-Wegner B, Bönnig D Sportmed. Zentrum Klinik Parkhöhe, Bad Wildungen

Die bisherigen Parameter des Eisenstatus des Blutes reichen nicht aus, um den Eisenstatus sicher genug darzustellen. Eisenmangel ist insbesondere bei ausdauersporttreibenden Frauen eine weltverbreitete Mangelerscheinung. Die üblichen Parameter, wie Hämoglobin, Hämatokrit, Ferritin, Transferrin sind nicht signifikant genug. Insbesondere wird das Ferritin von anderen Faktoren, als nur dem Eisenmangel falsch beeinflusst. Zinkprotoporphyrin (ZPP) zeigt den Eisenmangel als Verlaufsparameter signifikant an. ZPP dient bei Hämodialysepatienten als Verlaufsparameter, um die Erythropoetintherapie optimal anzupassen. Ein weiterer signifikanter Verlaufsparameter ist das totale Hämoglobin (Hb-tot) im Gegensatz zur Hämoglobinkonzentration (Hb), welches von der Flüssigkeitsverschiebung zwischen den einzelnen Kompartimenten abhängt. Bei 54 ausdauersporttreibenden Frauen wurden die o.g. Parameter gemessen und verglichen. Das ZPP wurde nephelometrisch in einer cubitalvenösen Blutprobe bestimmt. Das Hb-tot wurde nach Erfassung der VO2max mittels der CO-Hb-Methode bestimmt  Es ergaben sich deutliche Korrelationen für das ZPP mit der Hämoglobinkonzentration (p<0,01), der Hb Menge (p<0,001), EPO (p<0,05) und Transferritin (p<0,001). Geringe Korrelation des Ferritins gegenüber den anderer Parametern. In einer darauffolgenden Längsschnittuntersuchung wurde bei einer Eisensubstitution bei 10 Ausdauersportlerinnen der Eisenstatus anhand der neuen und der alten Marker bestimmt. Auch bei dieser Untersuchung zeigte sich eine höhere Korrelation für das ZPP und das Hb-tot, im Gegensatz zu den üblichen Größen Somit kann das ZPP und das Gesamt-Hb als neuer Parameter in die Eisenmangeldiagnostik aufgenommen werden.

37. Deutscher Kongress für Sportmedizin und Prävention - Prävention durch Bewegung und Sport -
26. bis 30. September 2001 in Rotenburg a. d. Fulda


Erkältung: Vitamin C und Zink nur als Vorbeugung

Aachen (dpa) - Die Einnahme von Vitamin C bei einer Erkältung ist nach Expertenmeinung wirkungslos. Der Sprecher des Deutschen Instituts für Ernährungsmedizin und Diätetik (Aachen), Sven David Müller, bestätigte entsprechende Forschungsergebnisse aus Australien. Demnach sollte Vitamin C nur zur Vorbeugung, jedoch nicht zur Behandlung einer Erkältungserkrankung eingesetzt werden. Er sprach sich gegen ein "übertriebenes und unsinniges Einnehmen" von Vitamin C aus. Ärzte und Wissenschaftler empfehlen Vitamin C und Zink zur Vorbeugung von Erkältungen. Sei die Krankheit mit Symptomen bereits eingetreten nütze eine Vitamin C-Tablette nichts mehr. Müller: "Auch die heiße Zitrone hilft dann nur, weil sie heiß ist. Die australischen Forscher hatten heraus gefunden, dass 13 Stunden nach dem Auftreten von Erkältungssymptomen die gezielte Gabe von Vitamin C keinerlei Behandlungseffekt erbrachte. Vor Beginn der nasskalten Zeit sei die tägliche Einnahme von 100 bis 200 Milligramm Vitamin C und 15 bis 30 Milligramm Zink zur Verhütung von tropfenden Nasen, Hals- und Kopfschmerzen zu empfehlen, sagte Müller. Beide Präparate könnten in Drogerien gekauft werden, böten aber keinen 100-prozentigen Schutz gegen Erkältungserkrankungen. Er wies aber darauf hin, dass niemand in Deutschland unter einem Vitamin-C-Mangel leide. Die Menschen sollten sich gerade in der Übergangszeit vor allem gesund ernähren. netdoctot 27. Oktober 2001


Würschnitzer-Hünig, Dr. med. Barbara

zu dem Beitrag von Priv.-Doz. Dr. med. Ludger Klimek Dr. med. Bertram Moll Prof. Dr. med. Gerd Kobal in Heft 14/2000

Riech- und Schmeckvermögen im Alter: Zinkspiegel untersuchen
Deutsches Ärzteblatt 97, Heft 37 vom 15.09.00, Seite A-2402
MEDIZIN: Diskussion

Es erstaunt mich, dass die Autoren mit keinem einzigen Wort die Wichtigkeit des Zinks bei Veränderungen des Geschmacks- und Geruchssinns im Alter erwähnen. Ein wichtiges Mangelsymptom bei Zinkdefizit besteht in Veränderungen im Geschmacks- und Geruchssinn. Der Zinkmangel kann verschiedene Ursachen haben, zum Beispiel zu wenig aufgenommenes Zink durch Ernährungsfehler oder ein erhöhter Bedarf, wofür vor allem toxische Substanzen ursächlich sind, die biochemische Prozesse blockieren oder mit essenziellen Spurenelementen konkurrieren. Möglich ist auch eine Verwertungsstörung, wie sie beispielsweise bei einer Leberzirrhose gegeben ist. Auch Entzündungen der Bauchspeicheldrüse und Diabetes mellitus führen zu Zinkverlusten. Alle diese angeführten Faktoren sind bei alten Menschen häufig anzutreffen. Eine Diagnostik des Riech- und Schmeckvermögens im Alter ohne gleichzeitige Untersuchung des Zinkspiegels ist deshalb unvollständig, zumal eine solche Ursache zu einer sinnvollen Therapie verhilft.

Hausmann, Dr. med. Gertraud
Riech- und Schmeckvermögen im Alter: Zinkmangel berücksichtigen
Deutsches Ärzteblatt 97, Heft 37 vom 15.09.00, Seite A-2402
MEDIZIN: Diskussion
zu dem Beitrag von Priv.-Doz. Dr. med. Ludger Klimek Dr. med. Bertram Moll Prof. Dr. med. Gerd Kobal in Heft 14/2000
http://www.aerzteblatt.de


Das Titelfoto zum Beitrag zeigt das für meine Erfahrung typische Symptom des Zinkmangels: tiefe, gleichmäßige Halos unter den Augen mit leicht lividem Schimmer, bei dem abgebildeten Patienten gut kontrastiert durch deutlich rosiges Gesichtscolorit, wie man es oft bei Diabetikern und kreislaufbeeinträchtigten Patienten beobachten kann. Die im Alter häufigsten internistischen Erkrankungen wie Diabetes, Rheuma, M. Alzheimer und auch hepatische und renale chronische Erkrankungen gehen mit Zinkmangel einher. Dieser Mangel resultiert aus vermehrtem Verbrauch, erhöhter Ausscheidung und mangelhafter Resorption aus der Nahrung, wobei alle drei Faktoren Glieder eines Circulus vitiosus sind. Ein vermehrter Verbrauch entsteht bei Gewebereparatur ist aber auch bei jeder Immunreaktion zu veranschlagen. Zum Beispiel muss bei rheumatischen Erkrankungen, weil eine zusätzliche Eiweißproduktion stattfindet, DNA transkribiert werden und Zinkionen, meist gebunden an schwefelhaltige Aminosäuren wie Cystein und Histidin, bilden die „Leseköpfe“ der DNA, so genannte „Zinkfingermotive“. Das Zinkion ist hier strukturbestimmend. Die Enzyme DNA-Polymerase, RNA-Polymerase und tRNA-Synthetase sind zinkbindende Enzyme. Ein erhöhter Verbrauch ergibt sich aber bei Krankheiten auch dadurch, dass der Körper als Kompensationsmöglichkeit den Kreislauf ankurbelt und versucht, durch ein vermehrtes Sauerstoffangebot an die Zellen den Stoffwechsel anzutreiben. Hierbei spielen Zinkionen in Enzymen für die Abgabe von CO2 eine lebenswichtige Rolle. Damit aber CO2 überhaupt aus den Erythrozyten innerhalb der sehr kurzen Passagezeit von einer Sekunde durch die Lunge abgeatmet werden kann, muss das Enzym Carboanhydrase die Reaktion H+ + HCO3- <-> H2CO3 <-> H2O + CO2 bewerkstelligen. Je mehr CO2 abgeatmet wird, umso mehr Kohlensäure ist verbraucht und auch Wasserstoffionen sind dann reduziert. Es stellt sich ein neues Gleichgewicht ein. Fehlen also Zinkionen für die optimale Ausstattung des Enzyms Carboanhydrase, kann damit auch eine saure Stoffwechsellage unterstützt werden, was für alle Krankheiten eine schlechte Zugabe bedeutet. Carboanhydrase ist auch in den proximalen Nierentubuli für die Ionenausscheidung verantwortlich. Eine erhöhte Zinkausscheidung über den Urin ist durch vermehrte Diurese beim Diabetes mellitus immer gegeben, außerdem ist im Insulinmolekül, wie in der DNA, das Zinkion an der Struktur beteiligt. Nach Literaturangaben scheint die konsekutive pathologische Gefäßentwicklung beim Diabetes mellitus ebenfalls stark vom Vorhandensein oder Mangel der Zinkionen abhängig zu sein. Wenn Zinkionen fehlen, ist die Resorption im oberen Verdauungstrakt beeinträchtigt. Enzyme wie Alpha-Amylase und Pankreas-Carboxypeptidase sind wichtige zinkabhängige Enzyme. Wenn ihre Spaltkraft unzureichend ist, kann Nahrung nicht aufgeschlossen und resorbiert werden. Überdies sind einige Nahrungsbestandteile in Verruf, für die Darmenzyme unauflösliche Komplexe zu bilden. Die Resorption von Zinkionen im Darm wird also durch Chelatbildner zusätzlich minimiert. Schließlich darf auch nicht unerwähnt bleiben, dass das Enzym Alkoholdehydrogenase, das den Abbau von Alkohol in der Leber beginnt, in einem Molekül vier Zinkatome benötigt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine tägliche Zinkzufuhr von 15 mg, die WHO hält 22 mg/Tag für ausreichend. Vegetarier nehmen gemeinhin weniger Zink mit der Nahrung auf als Mischköstler, da sie aber wegen der eher alkalischen Stoffwechsellage Zink weniger benötigen, scheint die geringere Zinkaufnahme keine gesundheitlichen Nachteile zu haben.

Dr. med. Gertraud Hausmann
Gudvanger Str. 53, 10439 Berlin


Zink bei Leberzirrhose
Deutsches Ärzteblatt 95, Heft 42 vom 16.10.98, Seite A-2636

Zink spielt eine wichtige Rolle bei physiologischen Funktionen der Wundheilung und der Membranstabilität. Zink schützt die Leberzellaktivität und verhindert Zellschäden unter oxidativem Streß. Die Autoren bestimmten bei 99 HBs-Ag-positiven Personen die Zinkkonzentration in Leberbiopsien mittels Atomabsorptionsspektrophotometrie. Personen mit chronisch aktiver Hepatitis und Zirrhose wiesen signifikant niedrigere Zinkwerte in der Leber auf als Personen mit normaler Histologie oder chronisch persistierender Hepatitis. Eine Zinksupplementierung könne eine hepatische Enzephalopathie günstig beeinflussen, da die Zinkkonzentration in der Leber offensichtlich mit dem Schweregrad einer chronischen Lebererkrankung abnimmt.
Gür G, Bayraktar Y, Özer D, Özdogan M, Kayhan B: Determination of hepatic Zinc content in chronic liver disease due to Hepatitis B Virus. Hepatogastroenterology 1998; 45: 472-478.
Hacettepe University Faculty of Medicine, Department of Internal Medicine, Gastroenterology Unit, Baris Sitesi 4-A Blok Daire 20, Eskisehir yolu, Ankara, Türkei.


Zink reduziert Mortalität infektiöser Erkrankungen bei Neugeborenen mit niedrigem Geburtsgewicht     11.12.01
Die Administration von Zink könnte die Mortalitätsrate bei Kindern mit niedrigem Geburtsgewicht im Verhältnis zum Gestationsalter reduzieren.Dr. Robert E. Black von der Johns Hopkins University in Baltimore und Kollegen analysierten betreffende medizinische Daten von 1.154 indischen Kindern mit niedrigem Geburtsgewicht im Vergleich zum Gestationsalter, die randomisiert einen von vier Vitamincocktails erhielten. Zwei Therapieregimes enthielten Zink. Die Behandlung dauerte zwischen 30 und 284 Tage. Fünf Kinder, die Zink erhielten, und 15 Kinder ohne Zink-Substitution starben innerhalb der Beobachtungszeit. Die Differenz war statistisch signifikant mit einer rate ratio von 0,32. Die Einnahme von Kalzium, Phosphor, Folat und Eisen war ebenfalls mit Reduktion der Mortalitätsrate assoziiert, jedoch ohne statistische Signifikanz (RR=0,88). Die oben beschriebenen Studienresultate lassen vermuten, dass bei Kindern mit niedrigem Geburtsgewicht im Verhältnis zum Gestationsalter eine Zinkdefizienz vorliegen könnte und dass bei entsprechender Substitution die Mortalitätsrate gesenkt werden könnte.  www.medaustria.at


Gegen Schniefnase: Zink  am besten lutschen

München (dpa) - Zink hilft nicht in jedem Fall gegen Erkältungen. Das berichtet die in München erscheinende Zeitung "Ärztliche Praxis". Demnach kommt es entscheidend darauf an, wie und in welcher Form das Spurenelement dem Körper zugeführt werde. Am besten wirke das Arzneimittel als Lutschtablette oder Gurgellösung. Aktuelle Studien belegten, dass Zink die Symptome einer beginnenden Erkältung lindern und die Krankheitsdauer verkürzen könne, heißt es. Die in dem Arzneimittel enthaltenen Zink-Ionen reduzierten lokale Entzündungsreaktionen und verhinderten, dass etwa Schnupfenviren in die Zellen eindringen und sich dadurch weiter ausbreiten können. Die besten Erfolge ließen sich erzielen, wenn Zink 24 Stunden nach Einsetzen der ersten Erkältungssymptome eingenommen werde, so die Zeitung. Empfehlenswert sei eine auf mehrere Einzeldosen verteilte Tagesration von 15 Milligramm Zink in Form von Lutschtabletten. Sinnvoll sei auch das Gurgeln mit der abgestandenen Lösung einer Brausetablette. Geschluckte Tabletten seien hingegen weniger wirksam. 19. Dezember 2001 netdoktor


Zink schützt Kinder vor Durchfall und Lungenentzündung.

Jedes Jahr sterben weltweit Millionen Kinder an Lungenentzündung und Durchfall. Forscher der Weltgesundheitsorganisation und der John Hopkins University überprüften 7 Langzeit- und 3 Kurzzeitstudien über die positive Wirkung von Zink gegen Infektionskrankheiten bei Kindern.

Die Wissenschaftler bestätigten die Ergebnisse : Regelmäßige Zinkgabe verminderte die Zahl der Erkrankungen an Durchfall um 25%, der an Lungenentzündung um 41%. Dabei spielten weder das Alter noch Gewicht oder Geschlecht der Kinder eine Rolle. Zur Vorbeugung gegen Lungenentzündung wirkt Zink sogar besser als alle bisher bekannten Maßnahmen.
Einmütig wurde allen Kinderhilfsprogrammen weltweit empfohlen, eine regelmäßige Zinkzufuhr zu propagieren.

Quelle: Journal of Pediatrics


Mangelhafte Wundheilung durch Zink- und Selendefizit

Eine Studie der Wissenschaftler T. Weber und M. Rückgauer, Stuttgart, ergab, daß die verzögerte Wundheilung bei Diabetikern auf ein Defizit an Selen und Zink zurückzuführen ist. Der wahrscheinliche Grund dafür liegt im erhöhten oxidativen Stress. Der Selenmangel beeinträchtigt das antioxidative Netzwerk, während das Zinkdefizit die Immunabwehr schwächt.

Quelle: American Journal of Nutrition


Zink in der Schwangerschaft verbessert Chancen untergewichtiger Babies

Im Fachorgan Lancet wurden die Ergebnisse einer Untersuchung in Bangladesch veröffentlicht. Danach erkrankten Babies, deren Mütter während der Schwangerschaft regelmäßig Zink genommen hatten, seltener an Ruhr, akuten Durchfällen und Krustenflechte, einer ansteckenden Hauterkrankung. Für die Untersuchung erhielten 400 Schwangere 3 - 5 Monate vor der Niederkunft regelmäßig Zink, bzw. Placebos. Die Neugeborenen wurden 6 Monate lang beobachtet. Der positive Effekt kam jedoch nur bei den untergewichtigen Säuglingen zum Tragen.

Quelle: The Lancet


Zinkmangel ist häufig der Grund für Hauterkrankungen
Ein Mangel an Zink führt zur Schwächung der Abwehrkräfte und in der Folge zu verstärkter Allergieneigung, zur Schwächung von Wachstum und Widerstandskraft von Schleimhäuten, Haut, Haar und Nägeln.  Fachleute führen dies darauf zurück, daß Zink die Körperzellen vor Giftstoffen und angriffslustigen Metaboliten schützt. Speziell fördert Zink die Hautneubildung und die Heilung von entzündeten Hautpartien. Neben der wundheilenden Eigenschaft ist für Neurodermitiker zusätzlich die antiallergische Qualität von Zink von Bedeutung.  Zinkmangel entsteht durch verminderte Zufuhr bei Diäten oder Fastenkuren, unausgewogener Ernährung oder chronischen Effekten. Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung erhält zuwenig Zink.  Da der Körper Zink nicht speichern kann, ist eine regelmige tägliche Zufuhr von ca. 15 mg erforderlich. Zink sollte möglichst als Chelat zugeführt werden. Nur in dieser Form kann es optimal vom Körper aufgenommen werden.


Zink plus Folsäure zur Steigerung der Spermienzahl
Die Einnahme von Zink und Folsäure resultiert in einer signifikanten Steigerung der Spermienzahl. Dr. Regine P. M. Steegers-Theunissen vom University Medical Center in Nijmegen, Holland, und Kollegen untersuchten entsprechende Daten von 108 fertilen und 103 subfertilen Männern, die 26 Wochen lang entweder Folsäure plus Plazebo, Zinksulfat plus Plazebo, Folsäure plus Zink oder zwei Plazebos erhielten. Die tägliche Folsäure-Dosis betrug 5mg, die von Zink 66mg.
Bei subfertilen Männern, die Folsäure plus Zinksulfat erhielten, stieg die durchschnittliche Zahl normal geformter Spermien um 74 Prozent (p<0,05). Die Zahl der abnorm geformten Spermatozoen stieg um vier Prozent (p<0,01). In allen anderen Behandlungsgruppen konnte keine signifikante Steigerung der Spermienzahl registriert werden. Abschließend wird jedoch betont, dass die Erhöhung der Spermienkonzentration bei Einnahme von Zinksulfat und Folsäure nicht unbedingt zu einer Steigerung der Empfängnisrate resultieren muss, eine mögliche diesbezügliche Assoziation sollte in weiteren Studien untersucht werden. 4.4.02
www.medaustria.at Quelle: Fertil Steril; 2002, 77, 491-498


Arteriosklerose durch Zinkmangel

Aufgrund der schweren klinischen Komplikationen und auch der enormen Kosten, die dem Gesundheitswesen aus Herz- und Gefäßerkrankungen und ihren Folgen erwachsen, erhalten vorbeugende Maßnahmen einen besonderen Stellenwert. Sehr frühzeitig eingreifende Maßnahmen sind der Verzicht auf das Rauchen, die Kontrolle des Blutdrucks und die Beachtung ernährungsrelevanter Faktoren. Dabei gibt es eine Vielzahl von Hinweisen, dass bestimmte Vitamine und Mineralstoffe in der Prävention von Gefäßschäden hilfreich sind. Eine regelmäßige und ausreichende Zufuhr dieser Mikronährstoffe scheint eine schützende Wirkung gegenüber den bei der Arteriosklerose auftretenden Gefäßverletzungen zu haben. Zu den Mikronährstoffen, die hierbei von Hauptinteresse sind, gehört neben den Vitaminen C und  E  auch das Spurenelement Zink.

Die Auskleidung der Gefäße ist nicht bloß passiv, sondern spielt eine aktive physiologische Rolle in der Kontrolle und Regulation der Gefäßdurchlässigkeit. Die Zellen der Gefäßwand stehen in Kontakt mit allen Bestandteilen des Blutes. Hierzu gehören neben den zellulären Anteilen auch verschiedenste andere Komponenten wie die Faktoren des Immunsystems, der Blutgerinnung, gefäßaktive Substanzen und natürlich auch diverse Giftstoffe. All diese Komponenten interagieren mit der Innenschicht der Gefäße, insbesondere mit Lipiden, Enzymen, Rezeptoren und Transportproteinen, die sich auf der Oberfläche der Gefäßwand befinden. Diese Interaktionen sind zum Teil physiologisch relevant, können andererseits aber auch zu Schädigungen an den gefäßauskleidenden Zellen führen. Bei der Enstehung von arteriosklerotischen Schäden kommt es offensichtlich zu krankhaften Reaktionen zwischen immunologisch aktiven Zellen wie Monozyten und Makrophagen, glatten Muskelzellen, Thrombozyten, Lipoproteinen und den Endothelzellen. Das Resultat ist eine multifaktorielle Sequenz von Ereignissen, die zu Schädigungen und Ablagerungen in den Gefäßwänden führen, die mit Dysfunktionen wie Störungen in der Wachstumskontrolle der Gefäßwand, erhöhter Gefäßdurchlässigkeit und reduzierter Barrierefunktion einhergehen.  Bei diesen Störungen spielen offensichtlich freie Sauerstoffradikale eine große Rolle. Sie entstehen im normalen Stoffwechselgeschehen, unter anderem im Energiestoffwechsel. Die Gefäßzellen sind den schädlichen Wirkungen der freien Radikale ständig ausgesetzt, sodass sie zu ihrem Schutz auf ein wirksames antioxidatives System angewiesen sind. Neben den antioxidativ wirksamen Enzymsystemen sind vor allem bestimmte Vitamine und Spurenelemente notwendig , um die gefährlichen Prooxidantien zu entschärfen. Hierzu gehören neben Vitamin C und E auch die Spurenelemente Selen und Zink.    Vitamin E

Quelle: Report Naturheilkunde 4/2001


Zweifel an der Zinksupplementierung von Schwangeren in Entwicklungsländern
LONDON/BANGLADESH. In den Entwicklungsländern führt vor allem der Mangel an Fleisch zu einem Zinkmangel vieler Menschen. Viele Experten propagieren deshalb Zinksupplementierungen für Schwangere, um den Kindern bessere Startbedingungen zu ermöglichen. Eine Studie im Lancet (2002; 360: 290–4) weist jedoch auf mögliche Risiken hin.
Die Gruppe um Sally Grantham McGregor vom Institute for Child Health in London und Jena Habadani vom International Center for Diarrhoeal Disease Research in Bangladesh haben die Daten einer randomisierten klinische Studie erneut ausgewertet. Die Studie war 1996 in den Slums von Dhaka durchgeführt worden. Damals hatten 559 Schwangere in den letzten beiden Trimenons der Schwangerschaft täglich entweder 30 mg Zink oder ein Placebo eingenommen.
Die Hoffnung, dass das Mineral das Geburtsgewicht steigert und weniger Kinder mit einem zu geringen Gewicht geboren wurden, erfüllte sich jedoch nicht. Es gab keine signifikanten Unterschiede in beiden Gruppen. Die Autoren äußerten sich damals skeptisch zur alleinigen Zinksupplementierung (Am J Clin Nutr 2000; 71: 114-9).
Im letzten Jahr konnten sie dann zeigen, dass bei Mangelgeburten die Morbidität durch Zink gesenkt wird, woraufhin die Beurteilung dieser Maßnahme wieder positiver ausfiel. Die jetzige Publikation zeigt jedoch, dass Zink keineswegs risikolos ist. Die Untersuchung einiger Kinder im Alter von 13 Monaten ergab Hinweise, dass das Spurenelement möglicherweise die mentale Entwicklung der Kinder stört.
In der „Bayley scales of infant development-II“ (BSID-II), einer anerkannten Untersuchungsmethode zur mentalen und psychomotorischen Entwicklung von Kleinkindern, wiesen die Kinder der mit Zink supplementierten Schwangeren einen Rückstand auf. Er war zwar gering – ein Drittel einer Standardabweichung –, lässt die Autoren jedoch wieder vorsichtiger argumentieren.
Die gegenwärtige Datenlage mache die Zinksupplementierung zu einer komplizierten politischen Maßnahme, schreiben sie. Wie in den früheren Publikationen weisen sie darauf hin, dass unterernährten Schwangeren in den Entwicklungsländern durch Zink allein nicht geholfen werden könne. DEUTSCHES ÄRZTEBLATT  (29.07.02)



Mangelzustand: Diabetiker brauchen oft mehr Zink

Aachen (dpa) - Diabetiker benötigen häufig zusätzliche Zink-Gaben. Bei vielen der etwa fünf Millionen Zuckerkranken in Deutschland bestehe ein Mangel an dem Spurenelement, teilt die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik in Aachen mit. Das läge daran, dass zinkreiche Lebensmittel in der Regel einweißreich sind, Diabetikern aber eine eiweißarme Ernährung empfohlen werde. Wegen seiner entzündungshemmenden Wirkung sei Zink aber gerade für Diabetiker wichtig. Zudem ist es den Angaben zufolge entscheidend an der Blutzuckerregulation und der Insulinbildung beteiligt.23. Oktober 2002 netdoktor.de


Broschüre mit Infos zu Zink
NEU-ISENBURG (eb). Zum Spurenelement Zink gibt es eine Broschüre der Deutschen Gesundheitshilfe. Die Broschüre informiert etwa über Ursachen von Zinkmangel sowie dessen Risiken und gibt Ernährungstips.
Die 68-seitige Broschüre ist kostenlos. Sie kann angefordert werden unter Einsendung eines mit 1,44 EUR frankierten und adressierten DIN- A5-Rückumschlages bei der Deutschen Gesundheitshilfe e.V., Stichwort "Zink", Postfach 940303, 60461 Frankfurt am Main
Ärzte Zeitung, 30.04.2003


Zink, Folsäure und Biotin bei Haarausfall

Bei der Behandlung von Haarausfall ist auch eine Ernährungsumstellung einzubeziehen. Haarausfall kann bei vielen Betroffenen durch eine ausreichende Zink-, Folsäure- und Biotinzufuhr reduziert werden, wenngleich er überwiegend genetische Ursachen oder krankheits- und medikamentenbedingt ist. Menschen, die untergewichtig sind, müssen zunehmen, um dem Haarausfall Einhalt zu gebieten. Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Zink, Folsäure und Biotin trägt dazu bei, dass schöne Haare möglichst lange erhalten bleiben und Haarausfall gestoppt werden kann.

Haare erneuern sich unter gewöhnlichen Umständen regelmäßig. Spätestens nach sechs Jahren macht das alte Haar Platz für ein neues, so dass ein täglicher Haarausfall von 80 bis 100 Stück ganz normal ist. Unter Haarausfall verstehen Hautärzte den Ausfall von mehr als 100 Haaren täglich über einen längeren Zeitraum hinweg. Von Bedeutung ist in diesem Zusammenhang das essenzielle Spurenelement Zink. Es ist an der Bildung von Keratin beteiligt, einem Hauptbestandteil von Haaren, Haut und Nägeln. Zudem ist Zink an der Bildung und Quervernetzung von Kollagen beteiligt. Kollagen verankert nicht nur das Haar in der Haut, sondern ist auch für die Haarstruktur von Bedeutung. Zinkmangel, unter dem in Deutschland viele Menschen leiden, kann sich beispielsweise in Alopecia areata, dem kreisrunden Haarausfall, manifestieren.

Zinkreiche Lebensmittel sind Rindfleisch, Eier, Käse sowie Austern. Bei starkem Haarausfall ist es ratsam, täglich 15 Milligramm Zink in einer für den Körper gut resorbierbaren Form wie beispielsweise Zink-Histidin einzunehmen. Auch Folsäure ist wichtig, da es eine zentrale Bedeutung für das Zellwachstum und die Zellerneuerung hat. Die Zufuhr von Folsäure ist in Deutschland kritisch und entspricht nur in seltenen Fällen den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) e.V. Zu den Lebensmitteln, die an der Folsäurezufuhr beteiligt sind, zählen vor allem grüne Blattgemüse, aber auch Obst, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte.

Das zu den B-Vitaminen zählende Biotin ist am Proteinstoffwechsel beteiligt und somit für die Bildung der Eiweißstruktur der Haare notwendig. Bei Haarausfall sollten mindestens 60 bis 90 Mikrogramm Biotin mit der Nahrung aufgenommen werden. Eine Unterversorgung mit Eisen führt zu brüchigen Haaren, wohingegen sich ein Defizit an Jod durch trockenes Haar äußern kann. Viele Nahrungsinhaltsstoffe sind mit dem Haarwuchs verknüpft, so dass es notwendig ist, dem Körper durch eine haargesunde Ernährung alle benötigten Substanzen zu liefern. Neben der Ernährungstherapie des Haarausfalls muss jedoch auch die medizinische Seite beachtet werden. So sollte beispielsweise abgeklärt werden, ob beispielsweise eine Schilddrüsenfunktionsstörung vorliegt, die sich durch Haarausfall bemerkbar machen kann.

Zufuhrempfehlungen für Vitamine und Mineralstoffe, die am Haarwuchs beteiligt sind:

Empfohlene tägliche Zufuhr (D.A.CH. 2000)- Empfohlene tägliche Zufuhr bei Haarausfall (GfED)
Nährstoff:
Biotin: 30-60 Mikrogramm // 60-90 Mikrogramm
Folsäure: 400 Mikrogramm-Äquivalent // 600 Mikrogramm-Äquivalent
Zink: 7-10 Milligramm // 15-30 Milligramm Zinkhistidin
Jod: 200 Mikrogramm // 200 Mikrogramm
Eisen: 10-15 Milligramm // 15 Milligramm
Protein: 0,8 Gramm // 1,0 bis 1,2 Gramm

Quelle: Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik, Bad Aachen


Zink, Immunsystem und sportliche Belastung
Es sind heute über 100 Enzyme bekannt, an deren Funktion Zink als struktureller, katalytischer oder regulatorischer Faktor beteiligt ist. Die Aufrechterhaltung von Membran-, Nukleinsäuren- und Proteinstrukturen, die Zellproliferation und damit Entwicklungs-, Wachstums- und Regenerationsprozesse sowie die Transkriptionsfähigkeit der DNA zählen zu den Einflussbereichen von Zink. Über die Induktion von Radikalfängern und die
Wirkung als „site specific“-Antioxidans weist Zink zudem ein antioxidatives Potenzial auf. Im Immunsystem ist eine optimale systemische Zinkkonzentration wichtig für die normale Aktivität von T-Helferzellen, T-Killerzellen und Neutral-Killerzellen. Über das Thymushormon Thymulin ist Zink an der Transformation von Thymozyten in aktive T-Lymphozyten beteiligt. Auch die Aktivität einiger Lymphokine ist Zink-abhängig. Viele Zinkfunktionen reagieren auf einen Zinkmangel sehr sensibel mit Aktivitätsverlusten. So ist es nicht verwunderlich, dass das klinische Bild eines Zinkmangels auch eine erhöhte Infektanfälligkeit beinhaltet.
In Deutschland wird für Männer eine Zufuhr von 10 mg Zink/Tag, für Frauen eine Zufuhr von 7 mg Zink/Tag empfohlen (1). Da der Körper über nur wenig mobilisierbare Zinkspeicher verfügt, ist er auf eine kontinuierliche Zufuhr angewiesen. Ob Leistungssport - via Hämolyse, Immunsuppression oder katabolen Stoffwechsel - grundsätzlich zu einem quantifizierbaren erhöhten Zinkbedarf führt, wird kontrovers diskutiert (2,3). Selbst bei intensivem Ausdauertraining kann der Zink-Metabolismus unbeeinflusst sein (4). Verluste durch Schweiß (ca. 1 mg/l) können bei ausgewogener Ernährung ausgeglichen werden, da bei intensivem Sport ein höherer Energiebedarf besteht und damit durch größere Nahrungsmengen mehr Zink zugeführt werden. Gerade hier liegen aber zwei für den Leistungssportler relevante Risiken: Zum einen muss der Leistungssportler häufig sein Körpergewicht streng kontrollieren, d.h. die Energieaufnahme und damit verbunden die Nährstoff-, auch Zinkaufnahme ist limitiert. Zum anderen ist die Nahrungsmittelauswahl von Leistungssportlern oft einseitig Kohlenhydrat-betont. Zwar liefern
Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte Zink in akzeptablen Mengen. Jedoch ist die Bioverfügbarkeit des pflanzlichen Zink v.a. durch die Bindung an Phytinsäure nur gering. Andere pflanzliche Lebensmittel wie Obst, Gemüse oder Kartoffeln tragen zur Zinkversorgung kaum bei.
Dagegen verbessern Peptide und Aminosäuren, v. a. Cystein, Glutamin und Histidin die Bioverfügbarkeit von Zink aus tierischen Lebensmitteln. Fleisch, Käse und Eier sind so die besten Zinklieferanten. Mangelnde Energieaufnahme und einseitig Nahrungsmittelauswahl können dazu führen, dass Leistungssportler, v.a. Ausdauersportler, bereits mit einem leichten alimentären Zinkdefizit und den entsprechenden Auswirkungen wie
Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Müdigkeit mit eingeschränkter Leistungsfähigkeit oder erhöhter Infektanfälligkeit an den Start gehen. Dies kann durch gezielte Nahrungsmittelauswahl und energie-adaptierte
Mengen vermieden werden. Kohlenhydrat- betonte Basisernährung kombiniert mit fettarmem Fleisch und fettarmen Milchprodukten bieten eine optimale
Lösung. Tabelle: Zink-Gehalt verschiedener Lebensmittel (mg/100g), nach: Bundeslebensmittelschlüssel II.3
Austern frisch 85,0 mg
Weizenkeime 12,0 mg
Schweineleber gegart 6,2 mg
Rindfleisch mittelfett 6,1 mg
Rindfleisch mager 5,1 mg
Kalbfleisch mager 4,7 mg
Schweinefleisch 4,1 mg
Hartkäse 4,5 mg
Schnittkäse 3,8 mg
Roggen Vollkorn 3,9 mg
Weizen Vollkorn 3,8 mg
Hülsenfrüchte 3,8 mg
Nüsse 3-4 mg
Werden Supplemente bevorzugt, ist zu berücksichtigen, dass
a) eine übermäßige Erhöhung der Zinkzufuhr ebenfalls zu Störungen im Immunsystem führen kann (6),
b) relativ frühzeitig unerwünschte Wechselwirkungen v.a. mit dem Kupfermetabolismus auftreten,
c) nicht nur Zink als Nährstoff positive Wirkungen auf das Immunsystem hat, sondern auch das Fettsäuremuster, Vitamine, andere Mineralstoffe und Spurenelemente sowie sekundäre Pflanzenstoffe das Immunsystem günstig beeinflussen.
Von einer Zinkzufuhr über 30 mg/Tag wird abgeraten (1). Zur Stabilisierung des Immunsystems sowohl präventiv als auch während und nach Belastungen ist nach wie vor eine ausgewogene Ernährungsweise in Kombination mit einem sinnvollen Körpergewicht und adaptierter Energiezufuhr anzustreben.
Literatur
1. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) : D-A-CH-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. Umschau Braus Verlag, Frankfurt, 2000, 191-194.
2. Lukaski HC: Magnesium, zinc, and chromium nutrition and athletic perfomance. Can J Appl Physiol 26 Suppl (2001) S13-22.
3. Speich M, Pineau A, Ballereau F: Minerals, trace elements and related biological variables in athletes and during physical activity. Clin Chim Acta 312 (1-2) (2001) 1-11.
4. Dressendorfer RH, Petersen SR, Lovshin SE, Keen CL: Mineral metabolism in male cyclists during high-intensity endurance training. Int J Sport Nutr Exerc Metab 12(1) (2002) 63-72.
5. Bishop NC, Blannin AK, Walsh NP, Robson PJ, Gleeson M: Nutritional aspects of immunosuppression in athletes. Sports Med. 28/3 (1999) 151-176.
6. Shephard RJ, Shek PN: Immunological hazards from nutritional imbalance in athletes. Exerc  Immunol Rev 4 (1998) 22-48.
Korrespondenzadresse:
Dr. Susanne Nowitzki-Grimm
Schornwaldstr. 37
73614 Schorndorf
Jahrgang 55, Nr. 6 (2004) DEUTSCHE ZEITSCHRIFT FÜR SPORTMEDIZIN 165
Service der CMA Aktuelles aus der Ernährung


Aminosäuren und Zink  - Immunsystem

Bad Aachen (ots) - Immunwirksame Aminosäuren wie Arginin und Glutamin sowie Zink können beim Kampf gegen Erkältungskrankheiten helfen. Während die Erkenntnisse der Aminosäurenforschung noch neu sind, wissen Ernährungsmediziner schon lange um die positiven Effekte des lebensnotwendigen Spurenelements Zink auf das Immunsystem. Eine Untersuchung mit 178 Schulkindern zeigte, dass die tägliche Zink-Einnahme Erkältungen vorbeugte und die Erkrankungsdauer bereits  bestehender Erkältungen verkürzte. Zurückzuführen ist das unter anderem auf die Rolle von Zink als Cofaktor zahlreicher Enzyme. Diese spielen eine wichtige Rolle bei der Proteinsynthese. Aus Proteinen entstehen unter anderem im Organismus, die für die Abwehrfunktion wichtigen Antikörper. Neuesten Erkenntnissen zufolge spielen Aminosäuren eine ganz entscheidende Rolle in unserem Immunsystem. Besonders hervorzuheben ist die Wirkung der Aminosäuren auf das darmassoziierte Immunsystem. Es stellt das größte Immunorgan und die erste Verteidigungslinie des Organismus gegenüber toxischen Umweltgiften sowie körperfremden Bakterien und Viren dar. Für die ständigen Neubildungsprozesse in der Darmschleimhaut benötigt der Körper die Aminosäure Glutamin. Eine ausreichende Versorgung mit Glutamin ist daher für die Aufrechterhaltung einer optimalen Barrierefunktion des Darmes wichtig. Die Aminosäure Arginin kann über zwei verschiedene Wege stimulierend auf das Immunsystem einwirken. Arginin kann zum einen direkt die Thymusdrüse - den Bildungsort für bestimmte Abwehrzellen im menschlichen Körper - stimulieren und dadurch die Aktivität und Anzahl von Abwehrzellen erhöhen. Zum anderen übt die Aminosäure positive Einflüsse auf das Immunsystem über die Umwandlung zu Stickstoffmonoxid aus. Arginin ist die wichtigste Vorstufe von Stickstoffmonoxid im menschlichen Organismus, welches ebenfalls immunstärkende Aktivitäten besitzt. Eine ausreichende Zufuhr an Zink, Glutamin, Arginin und der Aminosäuren Lysin, Cystein, Taurin, Methionin und Glycin ist wichtig für ein optimal funktionierendes Abwehrsystem.
14.02.2005
Pressekontakt:
Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V.
Email presse@ernaehrungsmed.de
Tel. 0241-9610320


Zink macht Jugendliche fit
SAN DIEGO (ddp.vwd). Jugendliche mit einer täglichen Extra-Portion Zink (20 mg) sind nach einer Studie geistig leistungsfähiger als Gleichaltige ohne Supplementation.
Bestätige sich dies, müßte die empfohlene Tagesdosis überprüft werden, hieß es bei einem Ernährungs-Kongreß in San Diego. Ärzte Zeitung, 05.04.2005
 


Zink wirkt Prostatakrebs entgegen

Jüngste Forschungsergebnisse haben ergeben, dass Zink eine wichtige Rolle bei der Gesundheit der Prostata spielt und das Wachstum und die Verbreitung von Prostatakrebszellen verhindert.
Das sind die Ergebnisse eines US-amerikanischen Forscherteams des Western Human Nutrition Research Centers, die auf der Hompage des Instituts publiziert worden sind.
Studienleiterin Liping Huang (Bild) beschäftigt sich schon seit geraumer Zeit mit der Erforschung der Rolle von Zink-Transporter-Proteinen, die das Zink in die Zelle hinein und wieder heraus bringen. In einer Reihe von Experimenten verglichen die US-Forscher die Höhe des Zink-Levels und der Zink-Transporter-Proteine bei krebskranken und gesunden Prostatazellen, so genannten Epithelzellen.
Dabei setzten sie die Zellen einer Zinklösung aus und stellten fest, dass die krebskranken Zellen niedrigere Mengen Zink aufnehmen konnten als normale Zellen. Es stellte sich heraus, dass die krankhaften Zellen eine geringere Anzahl des Zink-Transporter-Proteins ZIP1 aufwiesen. Darüber hinaus befand sich ein weiteres Transporter-Protein - das ZIP3- an der falschen Stelle.
"Aus den Studienergebnissen lässt sich ableiten, dass reduzierte ZIP1-Werte und die falsche Position von ZIP3 beim Fortschritt der Prostatakrebserkrankung eine wichtige Rolle spielen", erklärte Huang. Weitere Forschungsarbeiten sollen nun klären, inwieweit die Verabreichung von Zink an Prostatakrebspatienten eine hemmende oder vorbeugende Wirkung gegen die Erkrankung hat. 23.06.2005 Infos für Ärzte http://www.journalmed.de


Jüngste Forschungsergebnisse haben ergeben, dass Zink eine wichtige Rolle bei der Gesundheit der Prostata spielt und das Wachstum und die Verbreitung von Prostatakrebszellen verhindert. Das sind die Ergebnisse eines US-amerikanischen Forscherteams des Western Human Nutrition Research Centers http://www.whnrc.usda.gov/ , die auf der Hompage des Instituts publiziert worden sind.
http://www.ars.usda.gov/is/pr/2005/050608.htm
 


Zink schützt HIV-infizierte Kinder

BALTIMORE. Die Befürchtung, dass die Gabe von Zink-Supplementen bei HIV-infizierten Kindern das Fortschreiten der Immunschwäche begünstigt, ist unbegründet. US-Forscher fordern im Lancet (2005; 366:1862-1867) einen großzügigen Einsatz des Spurenelementes in Entwicklungsländern.

Dort senkt die Supplementierung mit dem Spurenelement die Rate von Durchfallerkrankungen und Pneumonien, sogar die Morbidität der Malaria soll herabgesetzt werden. Es gab jedoch Bedenken, dass Zink die Replikation von HI-Viren im Körper fördern könnte. Die Gruppe um William Moss von der Johns Hopkins School of Public Health, Baltimore, hat deshalb am Grey's Hospital in Pietermaritzburg, der Hauptstadt der Provinz KwaZulu-Natal in Südafrika, eine randomisierte kontrollierte Studie durchgeführt.

96 Kinder mit HIV-Infektion nahmen über sechs Monate täglich zehn Milligramm Zinksulfat oder Placebo ein. Statt des befürchteten Anstiegs der Viruslast kam es sogar zu einer Besserung im Befinden der Kinder. Die Zahl der wässrigen Diarrhöen ging zurück, was zu einer Gewichtszunahme führte. Moss rät deshalb dringend, die Programme zur Zink-Supplementation in den Entwicklungsländern fortzusetzen. Vor allem HIV-infizierte Kinder würden von dieser kostengünstigen und sicheren Therapie profitieren. Deutsches Ärzteblatt 25. November 2005
 


Links zum Thema

Abstract (nach Registrierung)

Pressemitteilung Johns Hopkins Universität

Grey's Hospital