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Mineralien. Das Erfolgsprogramm. von Andreas Jopp, Ulrich Strunz Jetzt bestellen Gebundene Ausgabe - 223 Seiten Erscheinungsdatum: September 2003 |
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Wissenswertes über Zink Zink ist ein essentielles Spurenelement
und spielt für die Ein Zinkmangel kann sich durch
folgende Symptome äussern:
Unausgeglichene Zinkverluste können ein Grund dafür sein, daß Sportler häufiger als
andere Menschen unter Infekten leiden. Eine ausreichende Zinkzufuhr dagegen gibt dem
Körper zurück, |
Zinkgehalt verschiedener Lebensmittel Zinkreich sind vor allem Lebensmittel tierischen Ursprungs wie Fleisch, Fisch, Milch und Molkereipordukte. Pflanzliche Lebensmittel enthalten nur wenig Zink. Zudem kann der Körper Zink aus tierischen Lebensmitteln besser verwerten als aus pflanzlichen Lebensmitteln. Die Verwendbarkeit von Zink aus pflanzlichen Lebensmitteln kann erhöht werden, wenn diese zusammen mit tierischen Lebensmitteln verzehrt werden. Zinkgehalte verscheidener Lebensmittel Fleisch, Fisch Austern (100 g)..............50,0 mg Rindfleisch, mager (125 g)...........5,3 mg Thunfisch (150 g).............2,6 mg Putenbrust (125 g)................2,3 mg Milch, Eier, Milchprodukte Camembert 30% (30 g)............1,0 mg Vollmilch (200 g).............0,8 mg Vollei (60 gr).................0,8 mg Joghurt 1,5 % (150 g).............0,6 mg Obst Banane 8125 g) ...............0,3 mg Apfel (125 g).................0,1 mg Gemüse Spinat (200 g).................1,0 mg Bohnen, grün (200 g)..............0,4 mg Getreide Haferflocken (30 g).............1,3 mg Weizenkeime (10 g)..............1,2 mg Vollkornbrot 845 g).............0,9 mg Weizenkleie (55 g)...............0,7 mg |
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| Nicht nur für das Immunsystem ist Zink unentbehrlich. Als natürlicher "Bodyguard" des
Körpers schützt Zink auch direkt die Körperzellen und das Gewebe vor "freien"
Radikalen, die die Zellmembranen und damit die einzelnen Zellen erheblich schädigen
können. Eine ausreichende Zinkzufuhr sorgt mit dafür, daß freie Radikale rasch abgebaut
werden können und das Zellsystem intakt bleiben kann. |
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Zinkbedarf: Der menschliche Körper enthält etwa 2 bis 4 g
Zink. Davon liegen ca. 99% in der Zelle vor. Die Konzentration im
Blutserum beträgt etwa 15 umol/l Zink. Der tägliche Bedarf
an elementarem Zink beträgt bei Kindern etwa 5-10 mg, bei
Erwachsenene etwa 15 mg, in der Schwangerschaft und Stillzeit etwa
20 mg. Zur Therapie eines Zinkmangels müssen höhere Dosen
eingenommen werden (Erwachsene 30-90 mg/Tag). Zink ist wichtiger Bestandteil
vieler Enzyme, weshalb es nicht verwunderlich ist,
daß es bei einem Zinkmangel zu vielfältigen Störungen
kommenkann. Zum ersten Mal wurde ein Zinkmangel im Iran beobachtet, wo
bis zu 80 % der aufgenommenen Nahrungsmittel aus einem ungesäuerten
Fladenbrot bestanden. In diesem ist das Zink an Phytinsäure
gebunden und kann so schlecht aufgenommen werden. Dazu sind die Böden
dort,und damit auch die Lebensmittel, arm an Zink. Bei
uns ist dies kaum von Bedeutung, da die Ernährung vielfältiger
ist und bei einer langen Teiggärung, wie sie zumindest bei Roggen-
Vollkornbroten häufig angewendet wird, die Phytinsäure abgebaut
und damit das Zink verfügbar wird.
Zu Zinkmangelzuständen kommt es bei uns vorwiegend nach erhöhtem
Alkoholkonsum, Entzündungen, operativen Eingriffen sowie
Schwangerschaften. Zinkreiche Nahrungsmittel sind v.a. Austern, Fleisch,
Leber, Milch und Eigelb, Getreidekörner, Nüsse, Erbsen
und Karotten. Zink wird besser vom Körper aufgenommen, wenn es
zusammen mit tierischem Eiweiss gegessen wird.
Verkürzt aus KLIPS Offizin Infoline 3.3.99
| Gesundheit und Wohlbefinden durch
Zink
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Kurzbeschreibung:
Zink ist ein wichtiges Spurenelement. Es beeinflußt das Immunsystem sowie den Hormonstoffwechsel und fördert die Entgiftung des Körpers. Darüber hinaus hat Zink heilende Wirkung bei Rheuma, Allergien, Leber- und Nierenerkrankungen. Ein Mangel hingegen begünstigt eine Reihe von Infektionskrankheiten. |
Zinkmangel: Viele Menschen in Deutschland leiden nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Ernährungsmedizin und Diätetik in Aachen an Zinkmangel, ohne es zu wissen. Sei die Versorgung mangelhaft, könne das Auswirkungen etwa auf Wundheilung, Immunsystem, Verdauung, Stoffwechsel, Zeugungsfähigkeit oder Empfängnisbereitschaft haben. Zu den Risikogruppen gehören besonders Veganer, aber auch Personen, die mehr als den durchschnittlichen Bedarf von 15 Milligramm Zink am Tag brauchen. (dpa, 19.06.2000)
Futter fürs Hirn: Mit der richtigen Ernährung lassen sich Intelligenz, Leistungsfähigkeit und Ausgeglichenheit steigern. Das haben amerikanische Wissenschaftler bei einer neuen Studie herausgefunden, berichtet die Zeitschrift «FAMILIE&CO» in ihrer neuen Ausgabe. Wissenschaftler der Stanford-Universität haben zum Beispiel herausgefunden, so die Zeitschrift, dass ein Mangel an Thyamin (eines der B-Vitamine) gezielt graue Zellen absterben und das Gehirn schrumpfen lassen. Andere Studien belegten, dass Zink das Hirn wachsen lassen könne, wie etwa auch die Omega-3-Fettsäuren, die vor allem in Fisch zu finden sind. Kohlenhydrate machten ruhig und gelassen, Proteine wach und aufmerksam. (dpa, 19.06.2000)
Zink hilft bei Grippe Das Ergebnis der Doppelblindstudie
New England Journal of Medicine
100 Teilnehmer einer Studie in Cleveland, Ohio, bekamen entweder 65 mg Zink pro Tag oder ein Placebo innerhalb von 24 Stunden nach Ausbruch
einer Grippe.
Die 50 Probanden, die Zink bekommen hatten litten kürzer unter Husten, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schnupfen. Noch imposanter: Während die
Placebopatienten durchschnittlich 7,6 Tage unter der Grippe litten, waren die
Zinkprobanden im Schnitt nach 4,4 Tagen beschwerdefrei.
Wie Zink dies bewerkstelligt ist noch nicht genau bekannt. Forscher vertreten
zwei Hypothesen. Die einen verweisen auf Experimente, in
denen Zink die Vermehrung von Viren hemmte, andere meinen, daß Zink die Immunreaktionen verstärkt.
Zink für das Immunsystem
Im gesamten menschlichen Organismus gibt es nur zwei bis drei
Gramm Zink, doch ist diese Prise lebenswichtig. Zink ist an den wesentlichsten Stoffwechselvorgängen beteiligt. Alle unsere
Organe, unsere Blutkörperchen und mehr als 200 Enzyme sind von ihm abhängig. Zink ist nach Eisen das zweithäufigste
Spurenelement im menschlichen Körper. Es ist am Einfangen der Krebs erregenden freien Radikale beteiligt. Es hilft beim
Kohlendioxid-Transport in die roten Blutkörperchen, bei der Alkoholentgiftung und bei der Regulierung des Blutzuckers.
Ohne Zink hätten wir keine Magensäure, unser Nierenstoffwechsel und viele andere
lebenswichtige Vorgänge wären gestört oder unmöglich. Zink ist außerdem der
wichtigste Gegenspieler von Schwermetallen im Körper, man setzt es deshalb bei Schwermetallvergiftungen und
bei der Amalgam-Ausleitung eingesetzt. Diese vielfältigen Funktionen und Wechselwirkungen erklären, warum Zink bei
vielen Krankheiten als Heilmittel wirken kann.
Melatonin
– Thymus – Schilddrüse und adrenerge Innervation
Magnesium (Mg2+) stimuliert die Melatoninsynthese. Umgekehrt
unterdrückt Melatonin Prolaktin. Deprenyl verhindert die
Noradrenalindegraduierung durch die Monoaminooxydase. Dadurch wird auch
Melatonin gesteigert, da der Abbau des Seratonins durch die MAO gehemmt wird.
Das verbleibende Seratonin kann so vermehrt in Melatonin umgewandelt werden.
Melatonin unterdrückt die Schilddrüse, was dadurch belegt ist, daß eine
Pinealektomie zu einer Vergrößerung der Schilddrüse führt. Über die
Schilddrüse wirkt das Melatonin damit antistreßmodulierend und
immunmodulierend.
Thymus, Epiphyse und Schilddrüse haben eine gemeinsame adrenerge Innovation,
was den physiologischen Zusammenhang dieser drei Hormone erklärt.
Zink stimuliert die Aktivität des Thymus, Zinkmangel ist
gleichzeitig auch mit einem Mangel an Wachstumshormon
und TSH verbunden.
Auch hier zeigt sich der Zusammenhang zwischen Thymus, Epiphyse und Hypophyse:
Thyroxin, Somatotropin und LHRH restituieren die Thymusfunktion.
Schöne Mähne:
Zink, Biotin
und Folsäure gut fürs Haar
Aachen (dpa) - Für schöne Haare spielt auch die Ernährung eine wichtige Rolle. Zwar ist ein früher Haarausfall in den meisten Fällen genetisch bedingt. Doch mit der richtigen Ernährung, lässt sich einiges dafür tun, dass die Haare möglichst lange schön bleiben, teilt das Deutsche Institut für Ernährungsmedizin und Diätetik
(DIET) in Aachen mit. Positiv wirkt sich demnach eine Ernährung mit viel Zink, Biotin und Folsäure auf die Haare aus. Das Spurenelement Zink beispielsweise ist an der Bildung von Keratin beteiligt, einem wichtigen Bestandteil von Haut, Haaren und Nägel. Zink ist dem Institut zufolge in größeren Mengen unter anderem in Rind- und Schweinefleisch, Roggen- und Weizenkeimen sowie in Eiern, Käse und Meeresfrüchten enthalten.
18. August 2001
Zinkprotoporphyrin ein signifikanter Parameter in der Eisendiagnostik bei
Ausdauersportlern
Weiglein K,
Schmidt W, Himmelbach-Wegner B, Bönnig D
Sportmed. Zentrum Klinik Parkhöhe, Bad
Wildungen
Die bisherigen Parameter des Eisenstatus des Blutes reichen nicht aus, um den Eisenstatus sicher genug darzustellen. Eisenmangel ist insbesondere bei ausdauersporttreibenden Frauen eine weltverbreitete Mangelerscheinung. Die üblichen Parameter, wie Hämoglobin, Hämatokrit, Ferritin, Transferrin sind nicht signifikant genug. Insbesondere wird das Ferritin von anderen Faktoren, als nur dem Eisenmangel falsch beeinflusst. Zinkprotoporphyrin (ZPP) zeigt den Eisenmangel als Verlaufsparameter signifikant an. ZPP dient bei Hämodialysepatienten als Verlaufsparameter, um die Erythropoetintherapie optimal anzupassen. Ein weiterer signifikanter Verlaufsparameter ist das totale Hämoglobin (Hb-tot) im Gegensatz zur Hämoglobinkonzentration (Hb), welches von der Flüssigkeitsverschiebung zwischen den einzelnen Kompartimenten abhängt. Bei 54 ausdauersporttreibenden Frauen wurden die o.g. Parameter gemessen und verglichen. Das ZPP wurde nephelometrisch in einer cubitalvenösen Blutprobe bestimmt. Das Hb-tot wurde nach Erfassung der VO2max mittels der CO-Hb-Methode bestimmt Es ergaben sich deutliche Korrelationen für das ZPP mit der Hämoglobinkonzentration (p<0,01), der Hb Menge (p<0,001), EPO (p<0,05) und Transferritin (p<0,001). Geringe Korrelation des Ferritins gegenüber den anderer Parametern. In einer darauffolgenden Längsschnittuntersuchung wurde bei einer Eisensubstitution bei 10 Ausdauersportlerinnen der Eisenstatus anhand der neuen und der alten Marker bestimmt. Auch bei dieser Untersuchung zeigte sich eine höhere Korrelation für das ZPP und das Hb-tot, im Gegensatz zu den üblichen Größen Somit kann das ZPP und das Gesamt-Hb als neuer Parameter in die Eisenmangeldiagnostik aufgenommen werden.
37. Deutscher Kongress für
Sportmedizin und Prävention - Prävention durch Bewegung und Sport -
26. bis 30. September 2001 in Rotenburg a. d. Fulda
Erkältung:
Vitamin C und
Zink nur als Vorbeugung
Aachen (dpa) - Die Einnahme von Vitamin C bei einer Erkältung ist nach
Expertenmeinung wirkungslos. Der Sprecher des Deutschen Instituts für
Ernährungsmedizin und Diätetik (Aachen), Sven David Müller, bestätigte
entsprechende Forschungsergebnisse aus Australien. Demnach sollte Vitamin C nur
zur Vorbeugung, jedoch nicht zur Behandlung einer Erkältungserkrankung
eingesetzt werden. Er sprach sich gegen ein "übertriebenes und unsinniges
Einnehmen" von Vitamin C aus. Ärzte und Wissenschaftler empfehlen Vitamin C und
Zink zur Vorbeugung von Erkältungen. Sei die Krankheit mit Symptomen bereits
eingetreten nütze eine Vitamin C-Tablette nichts mehr. Müller: "Auch die heiße
Zitrone hilft dann nur, weil sie heiß ist. Die australischen Forscher hatten
heraus gefunden, dass 13 Stunden nach dem Auftreten von Erkältungssymptomen die
gezielte Gabe von Vitamin C keinerlei Behandlungseffekt erbrachte. Vor Beginn
der nasskalten Zeit sei die tägliche Einnahme von 100 bis 200 Milligramm Vitamin
C und 15 bis 30 Milligramm Zink zur Verhütung von tropfenden Nasen, Hals- und
Kopfschmerzen zu empfehlen, sagte Müller. Beide Präparate könnten in Drogerien
gekauft werden, böten aber keinen 100-prozentigen Schutz gegen
Erkältungserkrankungen. Er wies aber darauf hin, dass niemand in Deutschland
unter einem Vitamin-C-Mangel leide. Die Menschen sollten sich gerade in der
Übergangszeit vor allem gesund ernähren. netdoctot 27. Oktober 2001
zu dem Beitrag von Priv.-Doz. Dr. med. Ludger Klimek Dr. med. Bertram Moll Prof. Dr. med. Gerd Kobal in Heft 14/2000
Es erstaunt mich, dass die Autoren mit keinem einzigen Wort die Wichtigkeit des Zinks bei Veränderungen des Geschmacks- und Geruchssinns im Alter erwähnen. Ein wichtiges Mangelsymptom bei Zinkdefizit besteht in Veränderungen im Geschmacks- und Geruchssinn. Der Zinkmangel kann verschiedene Ursachen haben, zum Beispiel zu wenig aufgenommenes Zink durch Ernährungsfehler oder ein erhöhter Bedarf, wofür vor allem toxische Substanzen ursächlich sind, die biochemische Prozesse blockieren oder mit essenziellen Spurenelementen konkurrieren. Möglich ist auch eine Verwertungsstörung, wie sie beispielsweise bei einer Leberzirrhose gegeben ist. Auch Entzündungen der Bauchspeicheldrüse und Diabetes mellitus führen zu Zinkverlusten. Alle diese angeführten Faktoren sind bei alten Menschen häufig anzutreffen. Eine Diagnostik des Riech- und Schmeckvermögens im Alter ohne gleichzeitige Untersuchung des Zinkspiegels ist deshalb unvollständig, zumal eine solche Ursache zu einer sinnvollen Therapie verhilft.
Das Titelfoto zum Beitrag zeigt das für meine Erfahrung
typische Symptom des Zinkmangels: tiefe, gleichmäßige
Halos unter den Augen mit leicht lividem Schimmer, bei dem abgebildeten
Patienten gut kontrastiert durch deutlich rosiges Gesichtscolorit, wie man es
oft bei Diabetikern und kreislaufbeeinträchtigten Patienten beobachten kann. Die
im Alter häufigsten internistischen Erkrankungen wie Diabetes, Rheuma, M.
Alzheimer und auch hepatische und renale chronische Erkrankungen gehen mit
Zinkmangel einher. Dieser Mangel resultiert aus
vermehrtem Verbrauch, erhöhter Ausscheidung und mangelhafter Resorption aus der
Nahrung, wobei alle drei Faktoren Glieder eines Circulus vitiosus sind. Ein
vermehrter Verbrauch entsteht bei Gewebereparatur ist aber auch bei jeder
Immunreaktion zu veranschlagen. Zum Beispiel muss bei rheumatischen
Erkrankungen, weil eine zusätzliche Eiweißproduktion stattfindet, DNA
transkribiert werden und Zinkionen, meist gebunden an
schwefelhaltige Aminosäuren wie Cystein und Histidin, bilden die „Leseköpfe“ der
DNA, so genannte „Zinkfingermotive“. Das
Zinkion ist hier strukturbestimmend. Die Enzyme
DNA-Polymerase, RNA-Polymerase und tRNA-Synthetase sind zinkbindende
Enzyme. Ein erhöhter Verbrauch ergibt sich aber bei Krankheiten auch dadurch,
dass der Körper als Kompensationsmöglichkeit den Kreislauf ankurbelt und
versucht, durch ein vermehrtes Sauerstoffangebot an die Zellen den Stoffwechsel
anzutreiben. Hierbei spielen Zinkionen in Enzymen für
die Abgabe von CO2 eine lebenswichtige Rolle. Damit aber CO2 überhaupt aus den
Erythrozyten innerhalb der sehr kurzen Passagezeit von einer Sekunde durch die
Lunge abgeatmet werden kann, muss das Enzym Carboanhydrase die Reaktion H+ +
HCO3- <-> H2CO3 <-> H2O + CO2 bewerkstelligen. Je mehr CO2 abgeatmet wird, umso
mehr Kohlensäure ist verbraucht und auch Wasserstoffionen sind dann reduziert.
Es stellt sich ein neues Gleichgewicht ein. Fehlen also Zinkionen
für die optimale Ausstattung des Enzyms Carboanhydrase, kann damit auch eine
saure Stoffwechsellage unterstützt werden, was für alle Krankheiten eine
schlechte Zugabe bedeutet. Carboanhydrase ist auch in den proximalen
Nierentubuli für die Ionenausscheidung verantwortlich. Eine erhöhte
Zinkausscheidung über den Urin ist durch vermehrte
Diurese beim Diabetes mellitus immer gegeben, außerdem ist im Insulinmolekül,
wie in der DNA, das Zinkion an der Struktur beteiligt.
Nach Literaturangaben scheint die konsekutive pathologische Gefäßentwicklung
beim Diabetes mellitus ebenfalls stark vom Vorhandensein oder Mangel der
Zinkionen abhängig zu sein. Wenn Zinkionen
fehlen, ist die Resorption im oberen Verdauungstrakt beeinträchtigt. Enzyme wie
Alpha-Amylase und Pankreas-Carboxypeptidase sind wichtige zinkabhängige
Enzyme. Wenn ihre Spaltkraft unzureichend ist, kann Nahrung nicht aufgeschlossen
und resorbiert werden. Überdies sind einige Nahrungsbestandteile in Verruf, für
die Darmenzyme unauflösliche Komplexe zu bilden. Die Resorption von
Zinkionen im Darm wird also durch Chelatbildner
zusätzlich minimiert. Schließlich darf auch nicht unerwähnt bleiben, dass das
Enzym Alkoholdehydrogenase, das den Abbau von Alkohol in der Leber beginnt, in
einem Molekül vier Zinkatome benötigt. Die Deutsche
Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine tägliche Zinkzufuhr
von 15 mg, die WHO hält 22 mg/Tag für ausreichend. Vegetarier nehmen gemeinhin
weniger Zink mit der Nahrung auf als Mischköstler, da
sie aber wegen der eher alkalischen Stoffwechsellage Zink
weniger benötigen, scheint die geringere Zinkaufnahme
keine gesundheitlichen Nachteile zu haben.
Dr. med. Gertraud Hausmann
Gudvanger Str. 53, 10439 Berlin
Zink spielt eine wichtige Rolle
bei physiologischen Funktionen der Wundheilung und der Membranstabilität.
Zink schützt die Leberzellaktivität und verhindert
Zellschäden unter oxidativem Streß. Die Autoren bestimmten bei 99
HBs-Ag-positiven Personen die Zinkkonzentration in
Leberbiopsien mittels Atomabsorptionsspektrophotometrie. Personen mit chronisch
aktiver Hepatitis und Zirrhose wiesen signifikant niedrigere
Zinkwerte in der Leber auf als Personen mit normaler Histologie oder
chronisch persistierender Hepatitis. Eine Zinksupplementierung
könne eine hepatische Enzephalopathie günstig beeinflussen, da die
Zinkkonzentration in der Leber offensichtlich mit dem
Schweregrad einer chronischen Lebererkrankung abnimmt.
Gür G, Bayraktar Y, Özer D, Özdogan M, Kayhan B: Determination of hepatic Zinc
content in chronic liver disease due to Hepatitis B Virus.
Hepatogastroenterology 1998; 45: 472-478.
Hacettepe University Faculty of Medicine, Department of Internal Medicine,
Gastroenterology Unit, Baris Sitesi 4-A Blok Daire 20, Eskisehir yolu, Ankara,
Türkei.
Zink
reduziert Mortalität infektiöser Erkrankungen bei Neugeborenen mit niedrigem
Geburtsgewicht 11.12.01
Die Administration von Zink könnte die Mortalitätsrate bei Kindern mit
niedrigem Geburtsgewicht im Verhältnis zum Gestationsalter reduzieren.Dr. Robert
E. Black von der Johns Hopkins University in Baltimore und Kollegen analysierten
betreffende medizinische Daten von 1.154 indischen Kindern mit niedrigem
Geburtsgewicht im Vergleich zum Gestationsalter, die randomisiert einen von vier
Vitamincocktails erhielten. Zwei Therapieregimes enthielten Zink. Die Behandlung
dauerte zwischen 30 und 284 Tage. Fünf Kinder, die Zink erhielten, und 15 Kinder
ohne Zink-Substitution starben innerhalb der Beobachtungszeit. Die Differenz war
statistisch signifikant mit einer rate ratio von 0,32. Die Einnahme von Kalzium,
Phosphor, Folat und Eisen war ebenfalls mit Reduktion der Mortalitätsrate
assoziiert, jedoch ohne statistische Signifikanz (RR=0,88). Die oben
beschriebenen Studienresultate lassen vermuten, dass bei Kindern mit niedrigem
Geburtsgewicht im Verhältnis zum Gestationsalter eine Zinkdefizienz vorliegen
könnte und dass bei entsprechender Substitution die Mortalitätsrate gesenkt
werden könnte. www.medaustria.at
Gegen Schniefnase:
Zink am besten lutschen
München (dpa) - Zink hilft nicht in jedem Fall gegen Erkältungen. Das berichtet
die in München erscheinende Zeitung "Ärztliche Praxis". Demnach kommt es
entscheidend darauf an, wie und in welcher Form das Spurenelement dem Körper
zugeführt werde. Am besten wirke das Arzneimittel als Lutschtablette oder
Gurgellösung. Aktuelle Studien belegten, dass Zink die Symptome einer
beginnenden Erkältung lindern und die Krankheitsdauer verkürzen könne, heißt es.
Die in dem Arzneimittel enthaltenen Zink-Ionen reduzierten lokale
Entzündungsreaktionen und verhinderten, dass etwa Schnupfenviren in die Zellen
eindringen und sich dadurch weiter ausbreiten können. Die besten Erfolge ließen
sich erzielen, wenn Zink 24 Stunden nach Einsetzen der ersten Erkältungssymptome
eingenommen werde, so die Zeitung. Empfehlenswert sei eine auf mehrere
Einzeldosen verteilte Tagesration von 15 Milligramm Zink in Form von
Lutschtabletten. Sinnvoll sei auch das Gurgeln mit der abgestandenen Lösung
einer Brausetablette. Geschluckte Tabletten seien hingegen weniger wirksam. 19.
Dezember 2001 netdoktor
Zink schützt Kinder vor Durchfall und Lungenentzündung.
Jedes Jahr sterben weltweit Millionen Kinder an Lungenentzündung und Durchfall. Forscher der Weltgesundheitsorganisation und der John Hopkins University überprüften 7 Langzeit- und 3 Kurzzeitstudien über die positive Wirkung von Zink gegen Infektionskrankheiten bei Kindern.
Die Wissenschaftler bestätigten die Ergebnisse : Regelmäßige
Zinkgabe verminderte die Zahl der Erkrankungen an Durchfall um 25%, der an
Lungenentzündung um 41%. Dabei spielten weder das Alter noch Gewicht oder
Geschlecht der Kinder eine Rolle. Zur Vorbeugung gegen Lungenentzündung wirkt
Zink sogar besser als alle bisher bekannten Maßnahmen.
Einmütig wurde allen Kinderhilfsprogrammen weltweit empfohlen, eine regelmäßige
Zinkzufuhr zu propagieren.
Quelle: Journal of Pediatrics
Mangelhafte Wundheilung durch Zink- und Selendefizit
Eine Studie der Wissenschaftler T. Weber und M. Rückgauer, Stuttgart, ergab, daß die verzögerte Wundheilung bei Diabetikern auf ein Defizit an Selen und Zink zurückzuführen ist. Der wahrscheinliche Grund dafür liegt im erhöhten oxidativen Stress. Der Selenmangel beeinträchtigt das antioxidative Netzwerk, während das Zinkdefizit die Immunabwehr schwächt.
Quelle: American Journal of Nutrition
Zink in der Schwangerschaft verbessert Chancen untergewichtiger Babies
Im Fachorgan Lancet wurden die Ergebnisse einer Untersuchung in Bangladesch veröffentlicht. Danach erkrankten Babies, deren Mütter während der Schwangerschaft regelmäßig Zink genommen hatten, seltener an Ruhr, akuten Durchfällen und Krustenflechte, einer ansteckenden Hauterkrankung. Für die Untersuchung erhielten 400 Schwangere 3 - 5 Monate vor der Niederkunft regelmäßig Zink, bzw. Placebos. Die Neugeborenen wurden 6 Monate lang beobachtet. Der positive Effekt kam jedoch nur bei den untergewichtigen Säuglingen zum Tragen.
Quelle: The Lancet
Zinkmangel ist häufig der Grund für Hauterkrankungen
Ein Mangel an Zink führt zur Schwächung der Abwehrkräfte und in der Folge zu
verstärkter Allergieneigung, zur Schwächung von Wachstum und Widerstandskraft
von Schleimhäuten, Haut, Haar und Nägeln. Fachleute führen dies darauf
zurück, daß Zink die Körperzellen vor Giftstoffen und angriffslustigen
Metaboliten schützt. Speziell fördert Zink die Hautneubildung und die Heilung
von entzündeten Hautpartien. Neben der wundheilenden Eigenschaft ist für
Neurodermitiker zusätzlich die antiallergische Qualität von Zink von Bedeutung.
Zinkmangel entsteht durch verminderte Zufuhr bei Diäten oder Fastenkuren,
unausgewogener Ernährung oder chronischen Effekten. Mehr als die Hälfte der
Weltbevölkerung erhält zuwenig Zink. Da der Körper Zink nicht speichern
kann, ist eine regelmige tägliche Zufuhr von ca. 15 mg erforderlich. Zink sollte
möglichst als Chelat zugeführt werden. Nur in dieser Form kann es optimal vom
Körper aufgenommen werden.
Zink
plus Folsäure zur
Steigerung der Spermienzahl
Die Einnahme von Zink und Folsäure resultiert in einer signifikanten
Steigerung der Spermienzahl. Dr. Regine P. M. Steegers-Theunissen vom University
Medical Center in Nijmegen, Holland, und Kollegen untersuchten entsprechende
Daten von 108 fertilen und 103 subfertilen Männern, die 26 Wochen lang entweder
Folsäure plus Plazebo, Zinksulfat plus Plazebo, Folsäure plus Zink oder zwei
Plazebos erhielten. Die tägliche Folsäure-Dosis betrug 5mg, die von Zink 66mg.
Bei subfertilen Männern, die Folsäure plus Zinksulfat erhielten, stieg die
durchschnittliche Zahl normal geformter Spermien um 74 Prozent (p<0,05). Die
Zahl der abnorm geformten Spermatozoen stieg um vier Prozent (p<0,01). In allen
anderen Behandlungsgruppen konnte keine signifikante Steigerung der Spermienzahl
registriert werden. Abschließend wird jedoch betont, dass die Erhöhung der
Spermienkonzentration bei Einnahme von Zinksulfat und Folsäure nicht unbedingt
zu einer Steigerung der Empfängnisrate resultieren muss, eine mögliche
diesbezügliche Assoziation sollte in weiteren Studien untersucht werden. 4.4.02
www.medaustria.at Quelle:
Fertil Steril; 2002, 77, 491-498
Aufgrund der schweren klinischen Komplikationen und auch der enormen Kosten, die dem Gesundheitswesen aus Herz- und Gefäßerkrankungen und ihren Folgen erwachsen, erhalten vorbeugende Maßnahmen einen besonderen Stellenwert. Sehr frühzeitig eingreifende Maßnahmen sind der Verzicht auf das Rauchen, die Kontrolle des Blutdrucks und die Beachtung ernährungsrelevanter Faktoren. Dabei gibt es eine Vielzahl von Hinweisen, dass bestimmte Vitamine und Mineralstoffe in der Prävention von Gefäßschäden hilfreich sind. Eine regelmäßige und ausreichende Zufuhr dieser Mikronährstoffe scheint eine schützende Wirkung gegenüber den bei der Arteriosklerose auftretenden Gefäßverletzungen zu haben. Zu den Mikronährstoffen, die hierbei von Hauptinteresse sind, gehört neben den Vitaminen C und E auch das Spurenelement Zink.
Die Auskleidung der Gefäße ist nicht bloß passiv, sondern spielt eine aktive physiologische Rolle in der Kontrolle und Regulation der Gefäßdurchlässigkeit. Die Zellen der Gefäßwand stehen in Kontakt mit allen Bestandteilen des Blutes. Hierzu gehören neben den zellulären Anteilen auch verschiedenste andere Komponenten wie die Faktoren des Immunsystems, der Blutgerinnung, gefäßaktive Substanzen und natürlich auch diverse Giftstoffe. All diese Komponenten interagieren mit der Innenschicht der Gefäße, insbesondere mit Lipiden, Enzymen, Rezeptoren und Transportproteinen, die sich auf der Oberfläche der Gefäßwand befinden. Diese Interaktionen sind zum Teil physiologisch relevant, können andererseits aber auch zu Schädigungen an den gefäßauskleidenden Zellen führen. Bei der Enstehung von arteriosklerotischen Schäden kommt es offensichtlich zu krankhaften Reaktionen zwischen immunologisch aktiven Zellen wie Monozyten und Makrophagen, glatten Muskelzellen, Thrombozyten, Lipoproteinen und den Endothelzellen. Das Resultat ist eine multifaktorielle Sequenz von Ereignissen, die zu Schädigungen und Ablagerungen in den Gefäßwänden führen, die mit Dysfunktionen wie Störungen in der Wachstumskontrolle der Gefäßwand, erhöhter Gefäßdurchlässigkeit und reduzierter Barrierefunktion einhergehen. Bei diesen Störungen spielen offensichtlich freie Sauerstoffradikale eine große Rolle. Sie entstehen im normalen Stoffwechselgeschehen, unter anderem im Energiestoffwechsel. Die Gefäßzellen sind den schädlichen Wirkungen der freien Radikale ständig ausgesetzt, sodass sie zu ihrem Schutz auf ein wirksames antioxidatives System angewiesen sind. Neben den antioxidativ wirksamen Enzymsystemen sind vor allem bestimmte Vitamine und Spurenelemente notwendig , um die gefährlichen Prooxidantien zu entschärfen. Hierzu gehören neben Vitamin C und E auch die Spurenelemente Selen und Zink. Vitamin E
Quelle: Report Naturheilkunde 4/2001
Zweifel an der Zinksupplementierung von Schwangeren in
Entwicklungsländern
LONDON/BANGLADESH. In den Entwicklungsländern führt vor allem der
Mangel an Fleisch zu einem Zinkmangel vieler Menschen. Viele Experten
propagieren deshalb Zinksupplementierungen für Schwangere, um den Kindern
bessere Startbedingungen zu ermöglichen. Eine Studie im Lancet (2002; 360:
290–4) weist jedoch auf mögliche Risiken hin.
Die Gruppe um Sally Grantham McGregor vom Institute for Child Health in London
und Jena Habadani vom International Center for Diarrhoeal Disease Research in
Bangladesh haben die Daten einer randomisierten klinische Studie erneut
ausgewertet. Die Studie war 1996 in den Slums von Dhaka durchgeführt worden.
Damals hatten 559 Schwangere in den letzten beiden Trimenons der Schwangerschaft
täglich entweder 30 mg Zink oder ein Placebo eingenommen.
Die Hoffnung, dass das Mineral das Geburtsgewicht steigert und weniger Kinder
mit einem zu geringen Gewicht geboren wurden, erfüllte sich jedoch nicht. Es gab
keine signifikanten Unterschiede in beiden Gruppen. Die Autoren äußerten sich
damals skeptisch zur alleinigen Zinksupplementierung (Am J Clin Nutr 2000; 71:
114-9).
Im letzten Jahr konnten sie dann zeigen, dass bei Mangelgeburten die Morbidität
durch Zink gesenkt wird, woraufhin die Beurteilung dieser Maßnahme wieder
positiver ausfiel. Die jetzige Publikation zeigt jedoch, dass Zink keineswegs
risikolos ist. Die Untersuchung einiger Kinder im Alter von 13 Monaten ergab
Hinweise, dass das Spurenelement möglicherweise die mentale Entwicklung der
Kinder stört.
In der „Bayley scales of infant development-II“ (BSID-II), einer anerkannten
Untersuchungsmethode zur mentalen und psychomotorischen Entwicklung von
Kleinkindern, wiesen die Kinder der mit Zink supplementierten Schwangeren einen
Rückstand auf. Er war zwar gering – ein Drittel einer Standardabweichung –,
lässt die Autoren jedoch wieder vorsichtiger argumentieren.
Die gegenwärtige Datenlage mache die Zinksupplementierung zu einer komplizierten
politischen Maßnahme, schreiben sie. Wie in den früheren Publikationen weisen
sie darauf hin, dass unterernährten Schwangeren in den Entwicklungsländern durch
Zink allein nicht geholfen werden könne. DEUTSCHES ÄRZTEBLATT (29.07.02)
Mangelzustand: Diabetiker brauchen oft mehr
Zink
Aachen (dpa) - Diabetiker benötigen häufig zusätzliche Zink-Gaben. Bei
vielen der etwa fünf Millionen Zuckerkranken in Deutschland bestehe ein
Mangel an dem Spurenelement, teilt die Gesellschaft für Ernährungsmedizin
und Diätetik in Aachen mit. Das läge daran, dass zinkreiche Lebensmittel in
der Regel einweißreich sind, Diabetikern aber eine eiweißarme Ernährung
empfohlen werde. Wegen seiner entzündungshemmenden Wirkung sei Zink aber
gerade für Diabetiker wichtig. Zudem ist es den Angaben zufolge entscheidend
an der Blutzuckerregulation und der Insulinbildung beteiligt.23. Oktober
2002 netdoktor.de
Broschüre mit
Infos zu Zink
NEU-ISENBURG (eb). Zum Spurenelement Zink gibt es eine Broschüre
der Deutschen Gesundheitshilfe. Die Broschüre informiert etwa über Ursachen
von Zinkmangel sowie dessen Risiken und gibt Ernährungstips.
Die 68-seitige Broschüre ist kostenlos. Sie kann angefordert werden unter
Einsendung eines mit 1,44 EUR frankierten und adressierten DIN-
A5-Rückumschlages bei der Deutschen Gesundheitshilfe e.V., Stichwort "Zink",
Postfach 940303, 60461 Frankfurt am Main
Ärzte Zeitung, 30.04.2003
Zink,
Folsäure und
Biotin bei Haarausfall
Bei der Behandlung von Haarausfall ist auch eine Ernährungsumstellung
einzubeziehen. Haarausfall kann bei vielen Betroffenen durch eine
ausreichende Zink-, Folsäure- und Biotinzufuhr reduziert werden, wenngleich
er überwiegend genetische Ursachen oder krankheits- und medikamentenbedingt
ist. Menschen, die untergewichtig sind, müssen zunehmen, um dem Haarausfall
Einhalt zu gebieten. Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Zink,
Folsäure und Biotin trägt dazu bei, dass schöne Haare möglichst lange
erhalten bleiben und Haarausfall gestoppt werden kann.
Haare erneuern sich unter gewöhnlichen Umständen regelmäßig. Spätestens nach
sechs Jahren macht das alte Haar Platz für ein neues, so dass ein täglicher
Haarausfall von 80 bis 100 Stück ganz normal ist. Unter Haarausfall
verstehen Hautärzte den Ausfall von mehr als 100 Haaren täglich über einen
längeren Zeitraum hinweg. Von Bedeutung ist in diesem Zusammenhang das
essenzielle Spurenelement Zink. Es ist an der Bildung von Keratin beteiligt,
einem Hauptbestandteil von Haaren, Haut und Nägeln. Zudem ist Zink an der
Bildung und Quervernetzung von Kollagen beteiligt. Kollagen verankert nicht
nur das Haar in der Haut, sondern ist auch für die Haarstruktur von
Bedeutung. Zinkmangel, unter dem in Deutschland viele Menschen leiden, kann
sich beispielsweise in Alopecia areata, dem kreisrunden Haarausfall,
manifestieren.
Zinkreiche Lebensmittel sind Rindfleisch, Eier, Käse sowie Austern. Bei
starkem Haarausfall ist es ratsam, täglich 15 Milligramm Zink in einer für
den Körper gut resorbierbaren Form wie beispielsweise Zink-Histidin
einzunehmen. Auch Folsäure ist wichtig, da es eine zentrale Bedeutung für
das Zellwachstum und die Zellerneuerung hat. Die Zufuhr von Folsäure ist in
Deutschland kritisch und entspricht nur in seltenen Fällen den Empfehlungen
der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) e.V. Zu den Lebensmitteln,
die an der Folsäurezufuhr beteiligt sind, zählen vor allem grüne
Blattgemüse, aber auch Obst, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte.
Das zu den B-Vitaminen zählende Biotin ist am Proteinstoffwechsel beteiligt
und somit für die Bildung der Eiweißstruktur der Haare notwendig. Bei
Haarausfall sollten mindestens 60 bis 90 Mikrogramm Biotin mit der Nahrung
aufgenommen werden. Eine Unterversorgung mit Eisen führt zu brüchigen
Haaren, wohingegen sich ein Defizit an Jod durch trockenes Haar äußern kann.
Viele Nahrungsinhaltsstoffe sind mit dem Haarwuchs verknüpft, so dass es
notwendig ist, dem Körper durch eine haargesunde Ernährung alle benötigten
Substanzen zu liefern. Neben der Ernährungstherapie des Haarausfalls muss
jedoch auch die medizinische Seite beachtet werden. So sollte beispielsweise
abgeklärt werden, ob beispielsweise eine Schilddrüsenfunktionsstörung
vorliegt, die sich durch Haarausfall bemerkbar machen kann.
Zufuhrempfehlungen für Vitamine und Mineralstoffe, die am Haarwuchs
beteiligt sind:
Empfohlene tägliche Zufuhr (D.A.CH. 2000)- Empfohlene tägliche Zufuhr bei
Haarausfall (GfED)
Nährstoff:
Biotin: 30-60 Mikrogramm // 60-90 Mikrogramm
Folsäure: 400 Mikrogramm-Äquivalent // 600 Mikrogramm-Äquivalent
Zink: 7-10 Milligramm // 15-30 Milligramm Zinkhistidin
Jod: 200 Mikrogramm // 200 Mikrogramm
Eisen: 10-15 Milligramm // 15 Milligramm
Protein: 0,8 Gramm // 1,0 bis 1,2 Gramm
Quelle: Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik, Bad Aachen
Zink,
Immunsystem und sportliche Belastung
Es sind heute über 100 Enzyme bekannt, an deren Funktion Zink als
struktureller, katalytischer oder regulatorischer Faktor beteiligt ist. Die
Aufrechterhaltung von Membran-, Nukleinsäuren- und Proteinstrukturen, die
Zellproliferation und damit Entwicklungs-, Wachstums- und
Regenerationsprozesse sowie die Transkriptionsfähigkeit der DNA zählen zu
den Einflussbereichen von Zink. Über die Induktion von Radikalfängern und
die
Wirkung als „site specific“-Antioxidans weist Zink zudem ein antioxidatives
Potenzial auf. Im Immunsystem ist eine optimale systemische
Zinkkonzentration wichtig für die normale Aktivität von T-Helferzellen,
T-Killerzellen und Neutral-Killerzellen. Über das Thymushormon Thymulin ist
Zink an der Transformation von Thymozyten in aktive T-Lymphozyten beteiligt.
Auch die Aktivität einiger Lymphokine ist Zink-abhängig. Viele
Zinkfunktionen reagieren auf einen Zinkmangel sehr sensibel mit
Aktivitätsverlusten. So ist es nicht verwunderlich, dass das klinische Bild
eines Zinkmangels auch eine erhöhte Infektanfälligkeit beinhaltet.
In Deutschland wird für Männer eine Zufuhr von 10 mg Zink/Tag, für Frauen
eine Zufuhr von 7 mg Zink/Tag empfohlen (1). Da der Körper über nur wenig
mobilisierbare Zinkspeicher verfügt, ist er auf eine kontinuierliche Zufuhr
angewiesen. Ob Leistungssport - via Hämolyse, Immunsuppression oder
katabolen Stoffwechsel - grundsätzlich zu einem quantifizierbaren erhöhten
Zinkbedarf führt, wird kontrovers diskutiert (2,3). Selbst bei intensivem
Ausdauertraining kann der Zink-Metabolismus unbeeinflusst sein (4). Verluste
durch Schweiß (ca. 1 mg/l) können bei ausgewogener Ernährung ausgeglichen
werden, da bei intensivem Sport ein höherer Energiebedarf besteht und damit
durch größere Nahrungsmengen mehr Zink zugeführt werden. Gerade hier liegen
aber zwei für den Leistungssportler relevante Risiken: Zum einen muss der
Leistungssportler häufig sein Körpergewicht streng kontrollieren, d.h. die
Energieaufnahme und damit verbunden die Nährstoff-, auch Zinkaufnahme ist
limitiert. Zum anderen ist die Nahrungsmittelauswahl von Leistungssportlern
oft einseitig Kohlenhydrat-betont. Zwar liefern
Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte Zink in akzeptablen Mengen. Jedoch ist
die Bioverfügbarkeit des pflanzlichen Zink v.a. durch die Bindung an
Phytinsäure nur gering. Andere pflanzliche Lebensmittel wie Obst, Gemüse
oder Kartoffeln tragen zur Zinkversorgung kaum bei.
Dagegen verbessern Peptide und Aminosäuren, v. a. Cystein, Glutamin und
Histidin die Bioverfügbarkeit von Zink aus tierischen Lebensmitteln.
Fleisch, Käse und Eier sind so die besten Zinklieferanten. Mangelnde
Energieaufnahme und einseitig Nahrungsmittelauswahl können dazu führen, dass
Leistungssportler, v.a. Ausdauersportler, bereits mit einem leichten
alimentären Zinkdefizit und den entsprechenden Auswirkungen wie
Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Müdigkeit mit eingeschränkter
Leistungsfähigkeit oder erhöhter Infektanfälligkeit an den Start gehen. Dies
kann durch gezielte Nahrungsmittelauswahl und energie-adaptierte
Mengen vermieden werden. Kohlenhydrat- betonte Basisernährung kombiniert mit
fettarmem Fleisch und fettarmen Milchprodukten bieten eine optimale
Lösung. Tabelle: Zink-Gehalt verschiedener Lebensmittel (mg/100g), nach:
Bundeslebensmittelschlüssel II.3
Austern frisch 85,0 mg
Weizenkeime 12,0 mg
Schweineleber gegart 6,2 mg
Rindfleisch mittelfett 6,1 mg
Rindfleisch mager 5,1 mg
Kalbfleisch mager 4,7 mg
Schweinefleisch 4,1 mg
Hartkäse 4,5 mg
Schnittkäse 3,8 mg
Roggen Vollkorn 3,9 mg
Weizen Vollkorn 3,8 mg
Hülsenfrüchte 3,8 mg
Nüsse 3-4 mg
Werden Supplemente bevorzugt, ist zu berücksichtigen, dass
a) eine übermäßige Erhöhung der Zinkzufuhr ebenfalls zu Störungen im
Immunsystem führen kann (6),
b) relativ frühzeitig unerwünschte Wechselwirkungen v.a. mit dem
Kupfermetabolismus auftreten,
c) nicht nur Zink als Nährstoff positive Wirkungen auf das Immunsystem hat,
sondern auch das Fettsäuremuster, Vitamine, andere Mineralstoffe und
Spurenelemente sowie sekundäre Pflanzenstoffe das Immunsystem günstig
beeinflussen.
Von einer Zinkzufuhr über 30 mg/Tag wird abgeraten (1). Zur Stabilisierung
des Immunsystems sowohl präventiv als auch während und nach Belastungen ist
nach wie vor eine ausgewogene Ernährungsweise in Kombination mit einem
sinnvollen Körpergewicht und adaptierter Energiezufuhr anzustreben.
Literatur
1. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) : D-A-CH-Referenzwerte für die
Nährstoffzufuhr. Umschau Braus Verlag, Frankfurt, 2000, 191-194.
2. Lukaski HC: Magnesium, zinc, and chromium nutrition and athletic
perfomance. Can J Appl Physiol 26 Suppl (2001) S13-22.
3. Speich M, Pineau A, Ballereau F: Minerals, trace elements and related
biological variables in athletes and during physical activity. Clin Chim
Acta 312 (1-2) (2001) 1-11.
4. Dressendorfer RH, Petersen SR, Lovshin SE, Keen CL: Mineral metabolism in
male cyclists during high-intensity endurance training. Int J Sport Nutr
Exerc Metab 12(1) (2002) 63-72.
5. Bishop NC, Blannin AK, Walsh NP, Robson PJ, Gleeson M: Nutritional
aspects of immunosuppression in athletes. Sports Med. 28/3 (1999) 151-176.
6. Shephard RJ, Shek PN: Immunological hazards from nutritional imbalance in
athletes. Exerc Immunol Rev 4 (1998) 22-48.
Korrespondenzadresse:
Dr. Susanne Nowitzki-Grimm
Schornwaldstr. 37
73614 Schorndorf
Jahrgang 55, Nr. 6 (2004) DEUTSCHE ZEITSCHRIFT FÜR SPORTMEDIZIN 165
Service der CMA Aktuelles aus der Ernährung
Aminosäuren und
Zink
- Immunsystem
Bad Aachen (ots) - Immunwirksame Aminosäuren wie Arginin und Glutamin sowie
Zink können beim Kampf gegen Erkältungskrankheiten helfen. Während die
Erkenntnisse der Aminosäurenforschung noch neu sind, wissen
Ernährungsmediziner schon lange um die positiven Effekte des
lebensnotwendigen Spurenelements Zink auf das Immunsystem. Eine Untersuchung
mit 178 Schulkindern zeigte, dass die tägliche Zink-Einnahme Erkältungen
vorbeugte und die Erkrankungsdauer bereits bestehender Erkältungen
verkürzte. Zurückzuführen ist das unter anderem auf die Rolle von Zink als
Cofaktor zahlreicher Enzyme. Diese spielen eine wichtige Rolle bei der
Proteinsynthese. Aus Proteinen entstehen unter anderem im Organismus, die
für die Abwehrfunktion wichtigen Antikörper. Neuesten Erkenntnissen zufolge
spielen Aminosäuren eine ganz entscheidende Rolle in unserem Immunsystem.
Besonders hervorzuheben ist die Wirkung der Aminosäuren auf das
darmassoziierte Immunsystem. Es stellt das größte Immunorgan und die erste
Verteidigungslinie des Organismus gegenüber toxischen Umweltgiften sowie
körperfremden Bakterien und Viren dar. Für die ständigen Neubildungsprozesse
in der Darmschleimhaut benötigt der Körper die Aminosäure Glutamin. Eine
ausreichende Versorgung mit Glutamin ist daher für die Aufrechterhaltung
einer optimalen Barrierefunktion des Darmes wichtig. Die Aminosäure Arginin
kann über zwei verschiedene Wege stimulierend auf das Immunsystem einwirken.
Arginin kann zum einen direkt die Thymusdrüse - den Bildungsort für
bestimmte Abwehrzellen im menschlichen Körper - stimulieren und dadurch die
Aktivität und Anzahl von Abwehrzellen erhöhen. Zum anderen übt die
Aminosäure positive Einflüsse auf das Immunsystem über die Umwandlung zu
Stickstoffmonoxid aus. Arginin ist die wichtigste Vorstufe von
Stickstoffmonoxid im menschlichen Organismus, welches ebenfalls
immunstärkende Aktivitäten besitzt. Eine ausreichende Zufuhr an Zink,
Glutamin, Arginin und der Aminosäuren Lysin, Cystein, Taurin, Methionin und
Glycin ist wichtig für ein optimal funktionierendes Abwehrsystem.
14.02.2005
Pressekontakt:
Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V.
Email presse@ernaehrungsmed.de
Tel. 0241-9610320
Zink
macht Jugendliche fit
SAN DIEGO (ddp.vwd). Jugendliche mit einer täglichen Extra-Portion Zink (20
mg) sind nach einer Studie geistig leistungsfähiger als Gleichaltige ohne
Supplementation.
Bestätige sich dies, müßte die empfohlene Tagesdosis überprüft werden, hieß
es bei einem Ernährungs-Kongreß in San Diego. Ärzte Zeitung, 05.04.2005
Zink
wirkt Prostatakrebs entgegen
Jüngste Forschungsergebnisse haben ergeben, dass Zink eine wichtige Rolle
bei der Gesundheit der Prostata spielt und das Wachstum und die Verbreitung
von Prostatakrebszellen verhindert.
Das sind die Ergebnisse eines US-amerikanischen Forscherteams des Western
Human Nutrition Research Centers, die auf der Hompage des Instituts
publiziert worden sind.
Studienleiterin Liping Huang (Bild) beschäftigt sich schon seit geraumer
Zeit mit der Erforschung der Rolle von Zink-Transporter-Proteinen, die das
Zink in die Zelle hinein und wieder heraus bringen. In einer Reihe von
Experimenten verglichen die US-Forscher die Höhe des Zink-Levels und der
Zink-Transporter-Proteine bei krebskranken und gesunden Prostatazellen, so
genannten Epithelzellen.
Dabei setzten sie die Zellen einer Zinklösung aus und stellten fest, dass
die krebskranken Zellen niedrigere Mengen Zink aufnehmen konnten als normale
Zellen. Es stellte sich heraus, dass die krankhaften Zellen eine geringere
Anzahl des Zink-Transporter-Proteins ZIP1 aufwiesen. Darüber hinaus befand
sich ein weiteres Transporter-Protein - das ZIP3- an der falschen Stelle.
"Aus den Studienergebnissen lässt sich ableiten, dass reduzierte ZIP1-Werte
und die falsche Position von ZIP3 beim Fortschritt der
Prostatakrebserkrankung eine wichtige Rolle spielen", erklärte Huang.
Weitere Forschungsarbeiten sollen nun klären, inwieweit die Verabreichung
von Zink an Prostatakrebspatienten eine hemmende oder vorbeugende Wirkung
gegen die Erkrankung hat. 23.06.2005 Infos für Ärzte
http://www.journalmed.de
Jüngste Forschungsergebnisse haben ergeben, dass Zink eine wichtige Rolle
bei der Gesundheit der Prostata spielt und das Wachstum und die Verbreitung
von Prostatakrebszellen verhindert. Das sind die Ergebnisse eines
US-amerikanischen Forscherteams des Western Human Nutrition Research Centers
http://www.whnrc.usda.gov/ , die
auf der Hompage des Instituts publiziert worden sind.
http://www.ars.usda.gov/is/pr/2005/050608.htm
Zink schützt HIV-infizierte Kinder
BALTIMORE. Die Befürchtung, dass die Gabe von Zink-Supplementen bei
HIV-infizierten Kindern das Fortschreiten der Immunschwäche begünstigt, ist
unbegründet. US-Forscher fordern im Lancet (2005; 366:1862-1867) einen
großzügigen Einsatz des Spurenelementes in Entwicklungsländern.
Dort senkt die Supplementierung mit dem Spurenelement die Rate von
Durchfallerkrankungen und Pneumonien, sogar die Morbidität der Malaria soll
herabgesetzt werden. Es gab jedoch Bedenken, dass Zink die Replikation von
HI-Viren im Körper fördern könnte. Die Gruppe um William Moss von der Johns
Hopkins School of Public Health, Baltimore, hat deshalb am Grey's Hospital
in Pietermaritzburg, der Hauptstadt der Provinz KwaZulu-Natal in Südafrika,
eine randomisierte kontrollierte Studie durchgeführt.
96 Kinder mit HIV-Infektion nahmen über sechs Monate täglich zehn Milligramm
Zinksulfat oder Placebo ein. Statt des befürchteten Anstiegs der Viruslast
kam es sogar zu einer Besserung im Befinden der Kinder. Die Zahl der
wässrigen Diarrhöen ging zurück, was zu einer Gewichtszunahme führte. Moss
rät deshalb dringend, die Programme zur Zink-Supplementation in den
Entwicklungsländern fortzusetzen. Vor allem HIV-infizierte Kinder würden von
dieser kostengünstigen und sicheren Therapie profitieren. Deutsches
Ärzteblatt 25. November 2005