JOD

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Jodgehalt in Lebensmitteln - 
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Jod             Der Körpervorrat an Jod beträgt im Mittel 10 mg. 
Etwa 3/4 des gesamten Körperjods findet sich in der Schilddrüse. 
Jod wird vom Organismus zur Herstellung  zweier besonders wichtiger Hormone benötigt.
Nur bei ausreichender Jodversorgung kann in der Schilddrüse die benötigte Menge dieser Hormone gebildet werden. Sie steuern den gesamten Stoffwechsel und beeinflussen somit unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit wesentlich. 
Die Schilddrüsenhormone kurbeln u.a. die Eiweißbildung im Körper an und steuern den Energieverbrauch. Bei einem Jodmangel laufen diese Prozesse eingeschränkt ab. Die Immunabwehr wird in Mitleidenschaft gezogen. Die Infektanfälligkeit steigt, der Energieverbrauch sinkt und die Leistungsfähigkeit nimmt ab. 
Der Energieverbrauch ist abhängig vom Grundumsatz, d. h. der Menge Energie, die der Körper in Ruhe verbraucht, um z.B. die Körpertemperatur und die Funktion der inneren
Organe aufrecht zu erhalten. Sinkt jodmangelbedingt der Grundumsatz, sinkt
auch der Energieverbrauch. Man nimmt leichter zu und Diäten sind weniger erfolgreich.
Längerfristig versucht die Schilddrüse den Mangel durch Vergrößerung auszugleichen.
So kommt es zum Kropf. Das in Deutschland bestehende Joddefizit ist bei Sportlern
besonders groß. Denn mit jedem Liter Schweiß gehen fast 15% der durchschnittlichen Tagesaufnahme eines Bundesbürgers an Jod verloren. Ein guttrainierter Sportler verliert etwa 1,5 Liter
Schweiß pro Stunde und mit einem Liter Schweiß auch ca. 10 Mikrogramm Jod. Bei
zweistündiger Betätigung können somit bis zu 30 Mikrogramm Jod mit dem Schweiß verlorengehen. 
Da die tägliche Jodzufuhr in Deutschland in der Regel nur die Hälfte der empfohlenen Menge von 200 Mikrogramm erreicht, können derartige Verluste für den Sportler langfristig fatal sein. 
Leistungs- und Konzentrationsschwächen sind häufig nicht das Ergebnis einer falschen Trainingsplanung , sondern die Folgen unausgeglichener Joddefizite.  Und so manche Frühjahrsmüdigkeit ist in
Wahrheit ein versteckter Jodmangel. Im Verlauf der geologischen Entwicklung wurde in Europa Jod weitgehend aus den Böden ausgeschwemmt und mit Bächen und Flüssen ins Meer transportiert. Die
landwirtschaftlich zur Nahrungsproduktion genutzen Flächen enthalten deshalb nicht genügend Jod, während es in den Weltmeeren in relativ hohen Konzentrationen vorkommt. 
Die Mehrzahl der Lebensmittel pflanzlicher und tierischer Herkunft sind jodarm.Praktische Bedeutung als Jodlieferanten haben Meeresfische und andere maritimeProdukte, weiterhin Jodsalz, mit Jodsalz hergestellte Back- und Fleischwaren, einige Mineral- und Heilwässer sowie Milch und Milcherzeugnisse. nach Hampel et al. 1995 
Untersuchung bei 5932 Personen, die hinsichtlich der Schilddrüse zuvor weder untersucht noch behandelt wurden. Stichprobenumfang pro Untersuchungsstandort lag zwischen 133 und 266. Die Ergebnisse zeigen Gebiete ausgeprägten Strumavorkommens im Norden (Flensburg, Eisenhüttenstadt, Magdeburg) und umgekehrt Gebiete vergleicbar geringer Prävalenz im Süden (Darmstadt, Freiburg,Neu-Ulm). 

Kropfhäufigkeit bei 18- 70jährigen Personen in Prozent: Stichprobe aus 32 Städten Deutschlands 

Aachen 54
Altötting 51
Annaberg 69 
Bamberg 51 
Bochum 35 
Bonn 53 
Darmstadt 44 
Dresden 64
Düsseldorf 45 
Duisburg 46 
Eisenhüttenstadt 62 
Flensburg 45
Freiburg 43 
Garmisch 60
Halle 58
Hannover 38 
Karlsruhe 58 
Kassel 45 
Lahn-Dill-Kreis 62
Magdeburg 57
Neubrandenburg 51 
Neumarkt 63 
Neu-Ulm 46 
Osnabrück 52 
Potsdam 47 
Rostaock 33 
Rotenburg a. d. Fulda 52 
Schwäbisch Hall 60 
Stade 42 
Suhl 65
Trier 49 

Derzeit werden allein in den alten Bundesländern jährlich etwa 88 000 Patienten wegen eines Kropfes operiert. Damit ist in Deutschland die Kropfoperation der dritthäufigste chirurgische Eingriff. Die Deutschen stehen in Bezug auf die Zahl der Kropfoperationen pro 1000 Einwohner weltweit an der Spitze. Eine ausreichende Jodzufuhr könnte langfristig einer großen Zahl von potentiellen Schilddrüsenpatienten helfen. 
Deshalb: Jodreiche Lebensmittel in die Sportlerküche: Seefisch, Jodsalz, mit Jodsalz hergestellte Lebensmittel. 
Die Schweißmenge ist direkt abhängig von
der Intensität der sportlichen und körperlichen
Belastung

So nimmt nicht nur der Energieverbrauch, sondern auch entsprechend die Schweißproduktion mit steigender Intensität zu. Bei mittlerer Sportintensität
verliert der Körper etwa 0,5 - 1,0 Liter Schweiß pro Stunde. Bei intensiven Belastungen oder beim Sport in großer Hitze können mehr als drei Liter Schweiß pro Stunde ausgeschieden werden. 
Der Schweiß enthält neben Wasser auch
Mineralstoffe wie Natrium, Kalium, Calcium,
Magnesium, Phosphat und Chlorid sowie
Spurenelemente wie Eisen, Kupfer, Zink und
Jod. Mit jedem Liter Schweiß werden etwa 10
Mikrogramm Jod ausgeschieden. Damit
können allein über den Schweiß 10-30% der
täglich aufgenommenen Jodmenge wieder
verloren gehen. Das Risiko einer
Jodunterversorgung ist beim Sportler somit
sehr groß. 

Mineralstoffe und Spurenelemente werden mit
dem Schweiß ausgeschieden
und müssen
dem Körper nach dem Sport zum Beispiel
über Flüssigkeit wieder zugeführt werden. 
Natürliches Mineralwasser ist ein Lebensmittel, das nach dem Gesetz ursprünglich rein sein muß. Das bedeutet, daß es aus vor Verunreinigungen geschützten Wasservorkommen stammen muß. 
Auch eine Aufbereitung mit Mineralstoffen und
Spurenelementen darf natürliches
Mineralwasser nicht erfahren, mit Ausnahme
der Zugabe von Kohlensäure und dem
Entfernen verschiedener unerwünschter
natürlicher Bestandteile wie Eisen und
Schwefel. Eisen wird aus natürlichen
Mineralwässern aus optischen und
geschmacklichen Gründen entfernt. Dieses
wird auf den Etiketten mit dem Begriff
"enteisent" angegeben. 
Da viele Böden und das Gestein in
Deutschland seit der Eiszeit an Jod verarmt
sind
, enthalten nur wenige deutschen
Mineralwässer Jod in nennenswerten Mengen.
Auch handelsüblichen Sportgetränken dürfen
entsprechend der Gesetzesvorschrift keine
Spurenelemente zugesetzt werden, so daß die
Getränke keinen vollständigen Ausgleich vor
allem der mit dem Schweiß verlorengegangenen Spurenelementen schaffen können. 
Beim Ausgleich von Schweißverlusten sind
Mineralwässer mit hohem natürlichem
Mineralstoff- und Spurenelementgehalt zu
empfehlen. Um das mit dem Schweiß
ausgeschiedene Jod nach dem Sport wieder
zuzuführen, sollte in der Sportlerküche
unbedingt Jodsalz verwendet werden. Ferner
sind mit Jodsalz hergestellte Lebensmittel zu
bevorzugen. Im Einzelfall können auch
Jodidtabletten notwendig sein. Statt der empfohlenen 200 Mikrogramm Jod pro Tag werden in Deutschland im Durchschnitt gerade 60 Mikrogramm
aufgenommen. Beim Sport und anstrengenden körperlichen Aktivitäten werden zudem mit jedem Liter Schweiß etwa 10 Mikrogramm Jod ausgeschieden. 
Bei Erwachsenen zeigt sich ein Jodmangel
darin, daß viele Funktionen langsamer und
träger werden: geistige und körperliche
Fähigkeiten lassen nach - schlecht für die
sportliche und mentale Leistungsfähigkeit.
Die Haut kann trocken und schuppig werden,
man neigt zu Frieren und Infekten. Langfristig
führt ein Jodmangel zu einer Vergrößerung der
Schilddrüse, die als Struma oder Kropf
bezeichnet wird. Eine vergrößerte Schilddrüse
kann die Luftröhre, die Speiseröhre und die
Halsschlagader einengen. 


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Jodmangel: Jeder vierte Deutsche hat nach Expertenangaben mindestens einmal im Leben eine Schilddrüsenerkrankung auf Grund von Jodmangel. Ärzte empfehlen Erwachsenen zur ausreichenden Jodversorgung eine Jodtablette täglich. Die Verwendung von jodiertem Salz im Haushalt reiche nicht aus. Auf der gemeinsamen Tagung der Gesellschaften für Endokrinologie und Diabetes wurde am Dienstag in München darauf hingewiesen, dass in Schweden das Trinkwasser mit Jod versetzt sei und in den USA Mehl mit Jod angereichert werde. In beiden Ländern gebe es einen vergleichbaren Jodmangel wie in Deutschland nicht. (dpa. 30.05.2000)
Jodsalz reicht bei Schwangeren nicht!
Die routinemässige Anreicherung von Lebensmitteln läßt sich in Deutschland nicht durchsetzen.
Die tägliche Einnahme liegt in den USA und Kanada durch Anreicherung bei 1000 Mikrogramm. Die DGE empfiehlt 200 Mikrogramm pro Tag.
Pubertät, Schwangerschaft und Stillperiode sind Lebensabschnitte mit höherem Bedarf.
Göße im Ultraschall: Grenzwert Männer 25 ml; Frauen 18ml Volumen in Deutschland. In den Ländern in denen die Jodversorgung optimal ist findet man praktisch keine  Volumina über 10ml. Jodtabletten von 200 Mikrogramm pro Tag oder eine Depotpille werden auf jeden Fall empfohlen.
Je häufiger eine Frau schwanger wird und  je länger sie stillt desto her findet man Knoten in der Schilddrüse als Ausdruck des Jodmangels. Im ersten Trimenon haben 30% , im 2.Trimenon 50% und im dritten Teil der Schwangerschaft 66% aller Frauen eine vergrößerte Schilddrüse.
Der Grund: Der Jodbedarf der Fetalen Schilddrüse steigt so stark an , dass sie leicht in eine Jodmangelsituation kommt. Je nach Stillverhalten erholt sich die Schilddrüse wieder, was aber Monate dauern kann , wenn die "leer" wird. Deutsches Ärzteblatt 94, Heft 27,4.7.1997

Krebs: Zur Vorbeugung gegen Schilddrüsenkrebs empfehlen Würzburger Wissenschaftler eine ausreichende Jodversorgung.
Dies gelte gerade für Personen, die sich vegetarisch oder mit Vollwertkost ernähren. Lebensmittel wie z.B. „vermeintlich gesundes“ Meersalz, enthalten viel zu wenig Jod, um denKörper ausreichend zu versorgen. Es gebe Hinweise, dass  eine unzureichende Versorgung mit den Spurenelementen Jod und Selen an der Entstehung der Schilddrüsenkarzinome beteiligt ist. (Lifescience.de, 07.06.2000)

Lebensmittel / Jod-Mittelwert pro 100 g eßbarem Anteil /erforderliche tägl. Verzehrmenge pro 100 µg Jod

Fisch:

Schellfisch 243 µg 41 g

Kabeljau 170 µg 59 g

Miesmuschel 130 µg 77 g

Garnelen 130 µg 77 g

Auster 58 µg 170 g

Scholle 53 µg 189 g

Heilbutt 52 µg 190 g

Thunfisch 50 µ 200 g

Hering 39 µg 256 g

Lachs 34 µg 294 g

Flußbarsch 4 µg 2500 g

Aal 4 µg 2500 g

Regenbogenforelle 4 µg 2500 g

Karpfen 2 µg 5000 g

 

 

Milchprodukte:

Kondensmilch 6,7 µg 1493 g

Edamer Käse 4,0 µg 2500 g

Joghurt 3,5 µg 2857 g

Speisequark 3,4 µg 2941 g

Butter 2,9 µg 3448 g

Fleisch:

Rindfleisch 6,8 µg 1471 g

Schweinefleisch 5,2 µg 1923 g

Kalbfleisch 2,8 µg 3571 g

Gemüse:

Spinat 12,0 µg 833 g

Radieschen 8,0 µg 1250 g

Gurke 1,9 µg 5263 g

Kartoffel 1,5 µg 6666 g

 

 

Eier:

Hühnerei (Gesamtinhalt) 9,8 µg 1020 g

Obst:

Apfel 1,1 µg 9090 g

Birne 1,0 µg 10000 g

Kirsche (süß) 0,9 µg 11111 g

Getränke:

Tee (schwarz) 10,7 µg 935 g

Kaffee (geröstet) 3,3 µg 3030 g

Milch:

Muttermilch 6,3 µg 1587 g

Kuhmilch 3,3 µg 3030 g

Getreide:

Roggenbrot 8,5 µg 1176 g

Haferflocken 5,9 µg 1695 g

Weißbrot 5,8 µg 1724 g

Reis 2,2 µg 4545 g

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Zusammengestellt nach: Die Zusammensetzung der Lebensmittel - Nährwert Tabellen.
Begründet von SOUCI/FACHMANN/KRAUT.     5., revidierte und ergänzte Auflage von H. SCHERZ und F. SENSER. Medpharm Scientific Publishers, Stuttgart 1994.

Jod ist ein nicht-metallisches, essentielles Spurenelement und gehört zur Gruppe der Halogene. 1812 wurde Jod erstmals aus Meerestang gewonnen, doch erst rund ein Jahrhundert später berichtete man über Jodvorkommen in der Schilddrüse. Die Jodtherapie wurde etwa zur gleichen Zeit begründet, als man entdeckte, dass erkrankte Schilddrüsen häufig jodarm oder völlig jodfrei sind. Viele Länder und Regionen der Welt gehören wie Deutschland zu den Jodmangelgebieten. Jod wurde in der letzten Eiszeit mit dem Schmelzwasser der Gletscher aus den Böden ausgewachsen und ins Meer gespült. Der Jodgehalt in pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln hängt weitgehend vom Bodengehalt der Anbaugebiete ab. Entsprechend kommt Jod in Mangelgebieten auch im Trinkwasser nur gering vor. Jodmangel gilt in Deutschland als der häufigste auf Lebensmitteln basierende Mangelzustand. Daraus kann sich eine Vergrößerung der Schilddrüse, die Struma, im Volksmund Kropf genannt, entwickeln. Wird dies zu spät erkannt und behandelt, hilft oft nur die Operation der Schilddrüse. Diese Eingriffe sind meist überflüssig wie der Kropf, der Volksmund trifft es hier genau. Durch rechtzeitige und regelmäßige Jodergänzungen wären diese Eingriffe in den meisten Fällen zu vermeiden.

Jod hat viele wichtige Funktionen im Körper

Jod ist ein wichtiger Baustein für die Bildung von Schilddrüsenhormonen. Es wird aus der Nahrung zu rund 80 Prozent in die Schilddrüse aufgenommen und dort in die Hormone T3 (Trijodthyronin) und T4 (Thyroxin) eingebaut. Sie sind daran beteiligt, den Stoffwechsel von Eiweißen, Kohlenhydraten und Fetten und sowie die Regulation der Körpertemperatur zu steuern. Sie beeinflussen weiter die körperliche und geistige Entwicklung, das Wachstum, die Leistungsfähigkeit und Psyche. Neu ins Gespräch gekommen sind antioxidative Funktionen von Jod als Fänger für eine bestimmte Art Freier Radikale (Hydroxyl-Radikal). Möglich ist, dass Jod auf diese Weise auch Einfluss auf das Immunsystem, die Atherosklerose und Gefäßerkrankungen nimmt. Neben der Schilddrüse kommt Jod in geringen Mengen in den Muskeln, in der Galle, Hypophyse sowie in den Speicheldrüsen und Augen vor.

Die Hauptlieferanten von Jod

Die 10 Jod-reichsten Lebensmittel enthalten je 100 Gramm

  • Schellfisch 243 mcg
  • Kabeljau 120 mcg
  • Schweineleber 14 mcg
  • 1 Ei 9,7 mcg
  • Roggenbrot 8,5 mcg
  • Weißbrot 5,8 mcg
  • Käse, Edamer 5 mcg
  • Zitronensaft 5 mcg
  • Kartoffeln 3,8 mcg
  • Äpfel 1,6 mcg

Mehr Seefische und Meerestiere auf den Tisch, diese Empfehlung geben Fachleute immer wieder, wenn es um die Jodzufuhr geht. Ihr Jodgehalt ist am reichhaltigsten, jedoch kommen Fische im Norden wie im Süden immer seltener auf den Tisch. So gibt es beim Fischverzehr zwar immer noch ein leichtes Nord-Süd-Gefälle, doch es nimmt ab, auch im Norden wird heute weniger Fisch gegessen. Neben Seefischen enthalten Milch, Milchprodukte und Fleisch noch nennenswerte Jodmengen. Süßwasserfische enthalten dagegen kaum Jod, gleiches gilt für viele Pflanzen. Obwohl die Milch relativ jodreich ist, sind einige Milchprodukte, z.B. Käse, wieder jodärmer, da bei der Verarbeitung ein Teil des Jods in der nicht verwerteten Molke bleibt. Jodgehalt ist also längst nicht gleich Jodaufnahme im Körper, denn bei der Verarbeitung geht ein Teil des Jods verloren. Jodverbindungen sind leicht löslich und werden z.B. schnell ins Kochwasser ausgeschwemmt, das meist weggeschüttet wird. Da heute immer mehr Kochfisch auf den Tisch kommt, liefern auch Seefische daher nicht die tatsächlich enthaltene Jodmenge an den Körper ab.

Der tägliche Bedarf an Jod

Der tägliche Jodbedarf wird von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. mit 180 bis 200 mcg täglich angegeben. Kinder von 10 bis 12 Jahren und Erwachsene ab 51 Jahren kommen mit 180 mcg Jod aus, Jugendliche und Erwachsene von 13 bis 50 Jahren benötigen 200 mcg. Bei schwangeren und stillenden Frauen wird ein leicht erhöhter Bedarf von 230 bzw. 260 mcg Jod angesetzt. Orthomolekulare Therapeuten gehen allgemein von einem etwas breiteren Bedarfsbereich, von 150 bis 300 mcg Jod, aus.

Deckt die tägliche Ernährung den Bedarf an Jod?Die Jodvorräte in der Schilddrüse reichen etwa zwei Monate lang zur Synthese von Hormonen aus. Jod muss für gesunde Schilddrüsenfunktionen dem Körper regelmäßig und ausreichend zugeführt werden. Über die Ernährung wird in Deutschland der tägliche Jodbedarf nicht gedeckt. Meist wird vom empfohlenen Bedarf maximal die Hälfte, etwa 100 mcg täglich, aufgenommen. Der häufige Verzehr von Seefischen und Meerestieren könnte zur besseren Jodversorgung beitragen, doch immer seltener kommen bei uns Fische auf den Tisch. Mit jodiertem Salz lässt sich der Jodmangel teilweise ausgleichen. Dies geschieht in Deutschland auf freiwilliger Basis, im Handel wird jodiertes Salz mit einem Zusatz von 32 mg Kaliumjodat bzw. 20 mg Jod pro Kilogramm angeboten. Reform- und Meersalze enthalten im übrigen ohne Jodzusätze nur wenig Jod. Etwa 2 bis 3 Gramm Speisesalz werden im Durchschnitt im Haushalt täglich verwendet, jodiertes Salz ergänzt danach täglich nicht mehr als etwa 40 bis 60 mcg Jod, etwa ein Viertel bis ein Drittel des Tagesbedarfes. Weitere 5 bis 7 Gramm Salz stecken meist in den täglich verzehrten Back-, Fleisch- und Fertigwaren, die oft noch mit unjodiertem Salz hergestellt sind. Um als Ergänzung tatsächlich wirksam zu sein, müssten wir ausschließlich Jodsalz verwenden, im Haushalt ebenso wie in Großküchen, in der Lebensmittel- wie in der Backindustrie. Erlaubt ist dies seit 1989, geschieht jedoch bisher nur teilweise. Andere Länder wie die Schweiz haben den Jodzusatz im Salz erhöht, um Jodmängel besser auszugleichen. Nicht zu vergessen ist, dass viele Menschen der Gesundheit zuliebe an Salz sparen sollten. Eine gute Alternative zur Jodergänzung durch Salz bieten daher auch individuell dosierbare Jodtabletten.

Ergänzender Bedarf für alle Bevölkerungsgruppen zur Prävention

Da Deutschland zu den Jodmangelgebieten zählt, ist es nahezu unmöglich, unseren Jodbedarf regelmäßig und ausreichend über die Ernährung zu decken. Daher ist die ständige Jodergänzung für alle Bevölkerungs- und Altersgruppen zu empfehlen. Dies beugt der Entwicklung von Jodmangelkrankheiten wirksam vor. Besonders wichtig ist die ausreichende und leicht erhöhte Jodzufuhr bei schwangeren und stillenden Frauen, da Fötus und Säuglinge davon profitieren. Neuere Studien zeigen, dass Jodmängel bei Neugeborenen in späteren Jahren beispielsweise zu verzögerter Entwicklung bzw. zu Lerndefiziten führen können. Auch in der Pubertät ist die ausreichende Versorgung sehr wichtig, weil der Jodbedarf in der Wachstumsphase erhöht ist. Besonders kritisch ist oft die Jodzufuhr bei strengen Veganern, die in ihrer Ernährung konsequent auf Eier und Milchprodukte verzichten. Auch sie sollten besonders auf die ergänzende Jodzufuhr achten.

Wenn Jod im Körper fehltJod kommt in der Nahrung vor allem als Jodid vor, das im Magen-Darm-Trakt schnell aufgenommen wird und als anorganisches Jod in den Blutkreislauf bzw. zur Schilddrüse kommt. Geringe Jodzufuhren führen dazu, dass zu wenig Thyroxin gebildet wird. Die Schilddrüse versucht, dies durch vermehrtes Aktivität zu kompensieren, was ihr vergrößertes Wachstum bewirkt. Die Struma, im Volksmund Kropf genannt, entsteht. Zu den typischen Symptomen eines ernsteren Jodmangels gehören Atem- und Schluckbeschwerden, Gewichtszunahmen, verminderte Leistungsfähigkeit, Unruhe, Ängste, Antriebsschwächen, Schlafstörungen, Depressionen, gestörte Verdauung und erhöhte Kälteempfindlichkeit. Man geht bei uns davon aus, dass täglich ein Defizit von etwa 100 bis 170 mcg Jod entsteht. Der Jodmangel lässt sich u.a. im Urin bestimmen. Täglich wird etwa soviel Jod ausgeschieden, wie aufgenommen wird. Als Folge des anhaltenden Joddefizits hat etwa jeder zweite Bundesbürger eine vergrößerte Schilddrüse, bei jedem Vierten erreicht die Vergrößerung mit dem Kropf schließlich krankhafte Ausmaße. Wird ein Kropf nicht rechtzeitig behandelt, kann eine Operation notwendig werden. Rund 100.000 Schilddrüsen-Operationen werden jährlich durchgeführt, sie sind damit immerhin der dritthäufigste Eingriff in deutschen Krankenhäusern - und, nach Ansicht vieler Fachleute, so überflüssig wie der Kropf selbst. Denn 90 Prozent aller Schilddrüsenerkrankungen sind durch Jodmangel verursacht und könnten durch rechtzeitig ergänzende Jodzufuhren auf einfache Weise vermieden werden.

Kann man Jod überdosieren oder gibt es Nebenwirkungen?

Jodergänzungen durch jodiertes Salz, Jodtabletten bzw. Jodzusätze in Mineral- und Spurenstoffpräparaten gleichen in der Regel nur vorhandene Defizite aus. Gegner von Jodergänzungen befürchten eine Überdosierung an Jod. Dagegen lässt sich einwenden, dass der Griff zum Jodsalz freiwillig geschieht und nicht staatlich gelenkt wird. Das wichtigere Argument ist, dass durch jodiertes Speisesalz nicht mehr als ein kleiner Teil des Mangels ausgeglichen wird, der allgemein vorhanden ist. Wem die Dosierung von Jod über die Salzzufuhr zu ungenau oder aus gesundheitlichen Gründen nicht zu empfehlen ist, der kann gezielt zu Jodergänzungen in Form von Tabletten greifen. Die zugeführte Jodmenge ist hier individuell dosierbar. Jodergänzungen mit Salz und Tabletten sind in empfohlenen Dosierungen unbedenklich, auch die Bildung von Jod-Akne ist nicht zu befürchten. Die Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass für Gesunde die lebenslange tägliche Aufnahme von bis zu 1000 mcg Jod unbedenklich ist. Nur unter sehr hohen Dosen treten in Einzelfällen Hautreaktionen, Störungen im Magen-Darm-System oder allergieähnliche Symptome auf. Bei vorhandener Struma oder bei Störungen im Stoffwechsel der Schilddrüse werden Überdosierungen niedriger angesetzt, bei mehr als 300 mcg Jod täglich. Betroffene sollten bei Jodergänzungen ihren Therapeuten um Rat fragen, Jodsalz dürfen auch sie meist ohne Bedenken verwenden.

Jod zur Vorbeugung - und wieviel?

Im Haushalt sollte nach Möglichkeit regelmäßig Jodsalz verwendet werden, das einen Teil des täglichen Jodbedarfes ergänzen hilft. Noch wird aber in vielen Haushalten kein Jodsalz verwendet, oder es wird nicht regelmäßig benutzt. Überschätzen sollte man die darüber zugeführte Jodmenge nicht, denn bei der Zubereitung von Lebensmitteln geht ein Teil wieder verloren, die tägliche Dosis Jodsalz im Haushalt kann relativ gering sein kann, da zunehmend mehr salzarme Kost verzehrt, außer Haus gegessen oder häufig industriell hergestellte Lebensmittel ohne Jodsalz verwendet werden. Lebensmittel mit Jodsalz tragen ein Jod-Gütesiegel, die Jodzusätze sind in der Zutatenliste angeführt. Darauf sollte man beim Einkauf achten. Zur Vorbeugung eines Jodmangels wird täglich die Aufnahme von etwa 100 bis 150 mcg Jod empfohlen. Wer jodreiche Lebensmittel, beispielsweise Seefische und Milch, vorweigend meidet, sollte die sichere Jodversorgung eventuell durch Tabletten regeln. Auf die ausreichende Versorgung sollten vor allem schwangere und stillende Frauen, Jugendliche und Veganer achten. Jodgaben zur Rückbildung einer Struma bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sollten unter therapeutischer Anweisung erfolgen. Auch bei Überfunktionen der Schilddrüse sollte man Jodergänzungen mit den behandelnden Therapeuten besprechen.

Aus für Vorsorgeprogramm: Prominente indische Ärzte sehen eine weitere „große Tragödie“ in Sachen Gesundheit über ihr Land hereinbrechen. Auf dem Subkontinent leiden 200 Millionen Menschen an Jodmangel, 70 Millionen haben einen Kropf. Aus diesem Grund war im vorletzten Jahr ein Verkaufsverbot von nicht jodierten Speisesalz erlassen worden. Mit Unterstützung der WHO und Unicef sollte nur noch jodiertes Speisesalz in den
Handel kommen. Jedoch hat die indische Regierung das Verbot vor kurzem wieder aufgehoben. Damit reagierten sie auf eine Kampagne der Nationalisten und Salzhersteller, die behaupteten, Jodsalz sei giftig und mache anfällig für Krebs, Diabetes und Depressionen. Im Rahmen der Kampagne wurde
behauptet, das Vorsorgeprogramm sei eine Verschwörung, um multinationalen Konzernen den indischen Salzmarkt zu öffnen. Für den indischen Mediziner Kochupillai, der die verheerende Wirkung von Jodmangel an Kleinkindern aufgezeigt hatte, spiegele sich in der Entscheidung die wissenschaftsfremde Einstellung der indischen Führungsschicht wider. (Der Spiegel, S.238, 13.11.2000)ol



Rapsöl und Lachs: Gut für die Hirnentwicklung des Ungeborenen

Augsburg (dpa) - Frauen können die Entwicklung des Gehirns ihres Kindes offenbar schon in der Schwangerschaft fördern. Langkettige mehrfach ungesättigte Fettsäuren, so genannte LCP wirkten sich positiv auf die Intelligenz des Kindes aus, berichtet die in Augsburg erscheinende Zeitschrift "Leben & erziehen" (Ausgabe 9/2002). Zur ausreichenden Versorgung mit LCP sollten Frauen im letzten Drittel der Schwangerschaft zweimal wöchentlich fettreichen Seefisch wie Makrele oder Lachs essen und zum Kochen Rapsöl verwenden. Auch die Versorgung mit Jod wirkt sich den Angaben zufolge auf die Intelligenz des Kindes aus. Deshalb sollten Frauen in der Schwangerschaft und Stillzeit Jod-Tabletten einnehmen. Jede vierte Schwangere leide im Schnitt unter Jod-Mangel. Dies könne die Intelligenz und Leistungsstärke des Kindes mindern.7. August 2002 netdoktor


tillen muss nicht müde machen --- JOD---
"Das Kind saugt dich aus." "Das ist zu anstrengend für dich." Bemerkungen wie diese bekommen stillende Mütter gelegentlich zu hören. Sie reagieren empört. Doch manche Wöchnerin fragt sich, ob die unsensiblen Kommentare nicht einen Funken Wahrheit enthalten. Schließlich gibt es Stillende, die in der Tat sehr mitgenommen aussehen, obwohl sie sich ausgewogen und gesund ernähren.

Stillende braucht täglich 500-600 kcal mehr

Sicherlich spielt aber auch die Ernährung eine Rolle: Einige Stillende sind so mit ihrem Kind beschäftigt, dass sie darüber das Essen vergessen. Dabei sind solide, nährstoffreiche Mahlzeiten (LINK zu Basistext "Von Vielem braucht die Stillende mehr" ID: 5074) gerade für Stillende wichtig: Diese Mütter brauchen zusätzlich zu ihrem Grundbedarf von täglich etwa 2.000 kcal zusätzlich 500-600 kcal, um etwa 780 ml Milch bilden zu können, heißt es bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Essen sie zu wenig und vernachlässigen wichtige Nährstoffe, ist ihnen dies meistens schnell anzusehen.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Stillenden täglich eine Zusatzration von:

-Milch oder Milchprodukten (200-250 ml)
-magerem Fleisch (40 g)
-Vollkornbrot (1 Scheibe)
-einer kleinen Kartoffel oder Reis oder Nudeln (gekocht ein Esslöffel)
-Haferflocken (1 Eßlöffel)
-Gemüse oder Salat (150-200 g)
-Obst (100 g)
http://www.lifeline.de/special/babyernaehrung/cda/page/frame/0,2327,8-14026,00.html 


Jodmangel kostet das Gesundheitswesen eine Milliarde Euro im Jahr
Experten fordern konsequenten Gebrauch von Jodsalzen

BERLIN (hak). EU-einheitliche Vorgaben für den Gebrauch von Jodsalz in der Lebensmittelindustrie, dauerhafte Aufklärungskampagnen zur richtigen Ernährung und regelmäßige Überprüfung der Jodversorgung der Bevölkerung hat der Arbeitskreis Jodmangel, ein Zusammenschluß von Ernährungswissenschaftlern und Medizinern, gefordert.
"Unser Jodproblem ist ein Ernährungsproblem und damit eine dauerhafte Aufgabe", sagte Professor Peter Scriba, Sprecher des Arbeitskreises, gestern in Berlin.
Trotz intensiver Aufklärungskampagnen in der Vergangenheit sei der Jodmangel in Deutschland noch immer nicht beseitigt. Konservativen Studien zufolge leiden 15 Prozent der deutschen Bevölkerung an den Folgen von Jodmangel.
Bei akutellen Schilddrüsen-Screenings in Unternehmen im Rahmen der Papillon-Studie liegen die Auffälligkeitsraten sogar bei über 30 Prozent.
Eine Milliarde Euro würden jährlich in Deutschland für Behandlung und Untersuchung von Schilddrüsenerkrankungen ausgegeben, 100000 Schilddrüsenoperationen und 35000 Radiojodbehandlungen durchgeführt. Besonders vom Jodmangel betroffen seien die neuen Bundesländer und Berlin, hieß es.
Laut Entschluß der Vereinten Nationen vom Mai vergangenen Jahres sollen Länder mit Jodmangel bis zum Jahr 2005 dieses Problem in den Griff bekommen. Will Deutschland dies erreichen, so der Arbeitskreis Jodmangel, müßte auf mehreren Ebenen angesetzt werden: Privathaushalte müßten fast komplett auf Jodsalz umsteigen.
Außer Haus - von der Mensa bis zum Essen auf Rädern - müßte das Würzen mit Jodsalz die ausschließliche Regel werden. Bäcker und Fleischer sollten Jodsalz verwenden. Und die Ernährungsindustrie müßte den Anteil von mit Jodsalz hergestellten Lebensmitteln von derzeit etwa 35 auf 70 Prozent verdoppeln. Menschen mit erhöhtem Jodbedarf (Schwangere und Stillende) sollten zusätzlich Jodtabletten einnehmen und auf jodreiche Ernährung (Seefisch und Milchprodukte) achten.
Vom Plan der EU, Jodzusatz zu Speisen vorzuschreiben, hält der Arbeitskreis dagegen nichts. Speisesalz habe sich als Trägerstoff für Jod in der Vergangenheit bewährt. Ärzte Zeitung, 17.10.2003


Deutschland nach wie vor Jodmangelgebiet

Obwohl sich die Jodversorgung in Deutschland in den letzten Jahren durchaus verbessert hat, besteht im Vergleich zu den Zufuhrempfehlungen weiterhin ein Joddefizit. Derzeit wird von einem Joddefizit von 60 bis 80 Mikrogramm täglich ausgegangen. Die empfohlene Zufuhrmenge für Jod liegt für Erwachsene bei 180 bis 200 Mikrogramm. Besonders gefährdet für die Entwicklung eines Jodmangels sind Personen mit einem erhöhten Bedarf an Jod. Dazu zählen vor allem Schwangere, Stillende, Neugeborene oder Jugendliche in der Pubertät.

Jod ist verantwortlich für die Bildung der Schilddrüsenhormone Trijodthyronin (T3) und Tetrajodthyronin (T4), die wiederum wichtige Funktionen im Stoffwechsel, beim Wachstum und bei der Gehirnentwicklung übernehmen. Bei einer ungenügenden Jodzufuhr über einen längeren Zeitraum kommt es zu einem chronischen Jodmangel, der sich in Veränderungen der Schilddrüse wie der typischen Kropfbildung bemerkbar macht.

Vor allem Schwangere und Stillende müssen auf ihre Jodversorgung achten, denn ein Jodmangel kann bei Ungeborenen beziehungsweise Säuglingen schwerwiegende Folgen wie Wachstumsstörungen und eine verzögerte Gehirnentwicklung nach sich ziehen. Schwangere benötigen deshalb eine Mehrzufuhr von 30 Mikrogramm, Stillende sogar von 70 Mikrogramm. Daher sollten Schwangere und Stillende täglich 150 Mikrogramm einnehmen, so Müller. Langfristig gesehen kann eine Jodunterversorgung bei Kindern zu Lern- und Entwicklungsstörungen führen. Jod ist ein essenzielles Spurenelement, dass heißt der Organismus kann kein Jod selbst herstellen. Der Verbraucher muss also Jod über die Nahrung in ausreichender Menge zuführen. Zu den wichtigsten Jodquellen zählen Seefisch und jodiertes Speisesalz. Um jedoch einen erhöhten Bedarf zu decken, ist die Jodzufuhr über die Nahrung häufig unzureichend. Eine sinnvolle Ergänzung stellt hier insbesondere die Einnahme von Jodpräparaten mit einer sogenannten Depotwirkung dar. Sie wirken als Jodspeicher und versorgen so den Körper über Stunden bedarfsgerecht mit Jod. Inzwischen sind solche Jodpräparate auch preiswert in Drogerien erhältlich.
 24.03.2004 Infos für Ärzte                         http://www.journalmed.de


Brustkrebs durch Iodmangel?

Während der Brustkrebs in Deutschland die häufigste Krebserkrankung bei Frauen ist, erkranken in Japan nur wenige Frauen daran. Der Grund hierfür ist nicht bekannt, doch die besonderen Ernährungsgewohnheiten in Japan, mit einem hohen Anteil an Fischen und Algen, könnten eine Rolle spielen. Der Gynäkologe Dr. Pompilio Torremante aus Ochsenhausen bei Biberach vermutet in der DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift, dass die hohe Iodzufuhr mit der Meeresnahrung für die Schutzwirkung verantwortlich ist.
Frauen mit einem Brustkrebs hätten häufig auch eine vergrößerte Schilddrüse, schreibt Dr. Torremante. Für beides macht der Arzt den Jodmangel verantwortlich. Für die Schilddrüsenvergrößerung ist dies gesichertes medizinisches Wissen. Der Kropf (Struma) entsteht, weil die Zellen der Schilddrüse Wachstumsfaktoren (EGF und TGF-alpha) freisetzen, die dann die Schilddrüse vergrößern. Dr. Torremante glaubt nun, dass die gleichen Wachstumsfaktoren auch auf die Zellen der Brustdrüse wirken und einen Brustkrebs erzeugen können. Außerdem sollen sie für die Entstehung der so genannten proliferativen Mastopathie verantwortlich sein. Diese gutartige Veränderung in der Brust würde sich unter einer Jod-Therapie bessern, schreibt Dr. Torremante unter Berufung auf eine randomisierte klinische Studie.
Bei Tieren lässt sich ein Bustkrebs durch die Wachstumshormone EGF und TGF-alpha auslösen. Auch gehört ein Antikörper gegen EGF zu den Medikamenten, die zur Zeit erfolgreich zur Behandlung des Brustkrebses eingesetzt werden (das Medikament Herceptin bindet an einen EGF-Rezeptor und verhindert so, dass der Wachstumsfaktoren EGF auf die Krebszelle einwirkt). Das beweist jedoch noch nicht, dass eine Jodgabe den Brustkrebs verhindern kann. Zur Beweisführung schlägt Dr. Torremante die Gabe von Jodlactonen vor. Jodlactone sind jodhaltige Lipide, die auch in der Brustdrüse vorhanden sind. Sie können künstlich hergestellt werden. Jodlactone hemmen den EGF-Rezeptor und laut Dr. Torremante konnte in klinischen Studien eine Wirkung gegen den Kropf gezeigt werden. Eine Studie an Patientinnen mit Mammakarzinom ist bisher nicht durchgeführt worden. Nur sie könnte beweisen, ob die Hypothese von Dr. Torremante stimmt.
26.04.2004 Infos für Ärzte http://www.journalmed.de
Literatur:
P. Torremante, Mastopathie, Mammakarzinom und Jodlactone, Deutsche Medizinische Wochenschrift 2004; 129 (12): 641-646


Merkblatt zu Jodmangel
GROSS-GERAU (eb). Das Merkblatt "Jodmangel in Schwangerschaft und Stillzeit" hat der Arbeitskreis Jodmangel zusammengestellt.
In dem Blatt wird über die Prophylaxe mit Jodtabletten informiert, außerdem gibt es eine Checkliste für Frauenärzte zur Behandlung von Schwangeren mit Schilddrüsenerkrankungen.
Bezug des kostenlosen Blatts bei: Arbeitskreis Jodmangel, Postfach 1541, 64505 Groß-Gerau, Fax: 0 61 52 / 8 17 88, E-Mail: info@praxis-press.de Ärzte Zeitung, 09.09.2004


Jod schützt vor Struma, aber nicht vor Knoten
Besonders Kinder und Jugendliche profitieren von Jodprophylaxe / Knoten entstehen später und bleiben kleiner
WIESBADEN (hbr/gwa). Was bringt eigentlich eine optimale Jodversorgung mittel- und langfristig? Gibt es nur positive Effekte auf die Schilddrüse? Wird es keine Strumen oder Knoten mehr geben? Antworten auf solche Fragen hat Professor Karl-Michael Derwahl von der Humboldt-Universität in Berlin bei dem Wiesbadener Schilddrüsen-Symposium gegeben.
Welche Joddosis täglich optimal ist, hängt unter anderem vom Lebensalter eines Menschen ab. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung setzt als Tagesbedarf im ersten Lebensjahr 50 bis 80 µg Jodid an, danach 100 bis 140 µg, und bei Kindern ab zehn Jahren sowie Erwachsenen 180 bis 200 µg, so Derwahl auf der vom Unternehmen Merck KGaA ausgerichteten Veranstaltung.

Bekannt ist: Bei optimaler Versorgung, etwa durch verbreiteten Einsatz von Jodsalz oder Jodidprophylaxe, bilden sich bei Kindern und Jugendlichen bereits vorhandene Strumen zurück, oder sie entstehen erst gar nicht. Das wurde etwa in österreichischen und deutschen Studien belegt, berichtete Derwahl.

Aber was ist mit Schilddrüsenknoten? Die Bildung von Schilddrüsenknoten kann durch Jod nicht verhindert werden, denn ihre Entstehung ist unter anderem durch das Lebensalter und eine Veranlagung zur Knotenbildung bedingt. Knoten werden also auch bei optimaler Jodversorgung der Bevölkerung weiter häufig sein. Aber die Knoten sind kleiner und entstehen später als in Jodmangel-Gebieten.
Ein weiterer positiver Effekt einer guten Jodversorgung: Die Häufigkeit von Hyperthyreosen, die durch Autonomien, meist autonome Knoten, verursacht werden, nimmt nach einem vorübergehenden Anstieg signifikant ab, wie Derwahl berichtet hat.
In der Schweiz etwa sank mit besserer Jodversorgung die Häufigkeit autonomer Adenome zwischen 1976 und 1991 von 41 auf 17 Prozent.
Jod triggert allerdings bei genetischer Disposition die Bildung von Autoantikörpern und die Entstehung von Immun-Thyreoitiden, wie etwa in Österreich festgestellt worden ist. Bei guter Jodversorgung haben also mehr Menschen eine Basedow- und Hashimoto-Thyreoiditis als in Jodmangel-Gebieten.

Aber: Bei den differenzierten Schilddrüsenkarzinomen hat Jod einen positiven Effekt: Verhindert werden die Karzinome zwar nicht, aber das Verhältnis von prognostisch günstigen papillären zu prognostisch ungünstigen follikulären Karzinomen wird zugunsten der günstigen Form beeinflußt. In Polen etwa betrug 1986 das Verhältnis der beiden Karzinomformen ungefähr eins zu eins, nach verbesserter Jodversorgung der Bevölkerung überwog 2001 die prognostisch günstigere papilläre Form mit fünf zu eins.

STICHWORT
Jodversorgung

Deutschland gehört zu den jodärmsten Ländern Europas. Nach der letzten Eiszeit wuschen die Wassermassen der abschmelzenden Gletscher das Element aus dem Boden. Die WHO empfiehlt 150 µg Jod pro Tag für Erwachsene; in Deutschland werden täglich nur zwischen 30 bis 70 µg aufgenommen. Bei einer optimalen Jodversorgung sollte die durchschnittliche Jodausscheidung im Urin über 10 µg /dl Urin liegen. Ärzte Zeitung, 20.09.2004


Schilddrüsen-Probleme - Der heimliche Altmacher

Deutschland ist Jodmangelland. Fast jeder zweite Bundesbürger hat deshalb einen Kropf. Prof. Fritz Spelsberg erläutert, warum es Frauen viel häufiger trifft und wie sich Betroffene schnell wieder jünger und fitter fühlen können
 

Erhöht Selenmangel das Risiko für eine Erkrankung der Schilddrüse?
Selen ist einer der wichtigsten Bausteine in der Schilddrüse. Der menschliche Organismus kann dieses Spurenelement, ebenso wie Jod, nicht selbst herstellen, sondern muss es von außen zuführen. Mit der Nahrung nehmen wir Deutschen täglich etwa 30 bis 50 Mikrogramm auf. Damit bewegen wir uns an der unteren Grenze. Selenmangel begünstigt entzündliche Prozesse in der Schilddrüse wie die Hashimoto-Störung. Für Hashimoto-Patienten sind deshalb 200 bis 300 Mikrogramm pro Tag sinnvoll. Diese Dosis über selenreiche Nahrungsmittel wie Butter, Räucherhering, Paranüsse oder Innereien zu erreichen ist schwierig. Aber es gibt die Möglichkeit, Selenmangel mit Hilfe spezieller Präparate auszugleichen.

http://www.gesundheitpro.de/PGG/PGGA/pgga.htm?line=1&ressort=11400&rubrik=11409&snr=17129


Ernährungs-Tips für Schwangere
Sehr wichtig ist die Versorgung mit Mikronährstoffen wie Jod und Folsäure

FÜRTH (bib). Schwangere, die sich ausgewogen ernähren und außer reichlich Obst und Gemüse ausreichend Fisch und Fleisch zu sich nehmen, tun sich und ihrem Kind etwas Gutes - zumal die Ernährung einer Schwangeren die Gesundheit ihres Kindes bis ins Erwachsenenalter beeinflussen kann.
Zur Versorgung mit Jod, Kalzium, Eisen, Folsäure und anderen Vitaminen, kann dabei auch eine zusätzliche Einnahme entsprechender Präparate notwendig werden.
Den zusätzlichen Energiebedarf von im Mittel 285 Kilokalorien am Tag zu decken, ist für Schwangere in Industrieländern meist kein Problem. Denn an Kohlenhydraten, Fetten und Eiweiß mangelt es nicht. "Gefährdungen des Kindes entstehen hier eher durch eine Hyperalimentation der Mutter", meint Dr. Bernd Kleine-Gunk von der Euromed-Klinik in Fürth und verweist auf die oft schwergewichtigen Neugeborenen von Müttern mit Diabetes (Gynäkologie und Geburtshilfe 5, 2004, 22).
Bei Mikronährstoffen sieht es anders aus. So gibt es hierzulande etwa die Empfehlung für alle Schwangere und Stillende, täglich 200 µg Jodid in Tablettenform einzunehmen - nebst dem Rat, regelmäßig Seefisch zu essen und jodiertes Speisesalz zu verwenden. Auch Folsäure sollte mit täglich 0,4 mg substituiert werden.
Der Grund: Neuere Untersuchungen belegen, daß weniger als zehn Prozent aller Frauen die empfohlene Mindestmenge an Folsäure pro Tag über die Nahrung tatsächlich erreichen. Folsäure-Präparate sollten möglichst schon vor der Empfängnis eingenommen werden. Nur so werde die kritische Phase für den Verschluß des Neuralrohres zwischen dem 15. und 28. postkonzeptionellen Tag abgedeckt, so Kleine-Gunk.
Ebenfalls wichtig für das sich entwickelnde fetale Nervensystem sind nach Studien-Ergebnissen Omega-3- Fettsäuren. Daher der Rat des Experten: Regelmäßig Seefisch essen oder Fischölkapseln schlucken!
Weiterhin gehören auf den Speiseplan von Schwangeren reichlich Milch und Milchprodukte oder alternativ kalziumreiches Mineralwasser. Gibt es zu wenig davon, besorgt sich der Fetus das für sein Skelett nötige Kalzium aus den Knochen der Mutter. Die mögliche Folge ist dann eine Osteoporose.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät daher, ab dem vierten Schwangerschaftsmonat pro Tag 1000 mg Kalzium zuzuführen. Kann dieser Bedarf nicht über die Nahrung gedeckt werden, empfiehlt der Gynäkologe aus Fürth die Einnahme von Kalzium-Präparaten.
Besonders bei Frauen, die sich überwiegend vegetarisch ernähren, kann es in der Schwangerschaft zu Eisenmangel sowie Mangel an Vitamin B12 kommen. Eine generelle Einnahme von entsprechenden Präparaten wird jedoch nicht empfohlen. Indiziert sei eine solche Behandlung nur bei klinisch relevantem Hämoglobin-Abfall, so Kleine-Gunk. Ärzte Zeitung, 24.01.2005


Jodmangel - Schilddrüse

So unscheinbar die im vorderen Bereich des Halses liegende Schilddrüse dem Laien auch erscheinen mag, für unseren Körper ist sie eine der wichtigsten Drüsen überhaupt. Die von ihr produzierten Schilddrüsenhormone stellen nämlich die Weichen für eine Vielzahl von Stoffwechselvorgängen und bestimmen deren Intensität. Dadurch haben sie entscheidenden Einfluss auf die körperliche und geistige Entwicklung des Organismus, auf seine Leistungsfähigkeit und somit für unsere Gesundheit. Nicht umsonst nennt man die Schilddrüse deshalb auch die "Zündkerze" des Körpers.

Der Eiweiß-, Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel sind nur einige Stoffwechselvorgänge, die von der Schilddrüse bzw. ihren Hormonen mitgesteuert werden. Darüberhinaus hat die Schilddrüse Einfluss auf die Temperaturregulation des Körpers, den Energieumsatz, die körperliche und geistige Entwicklung bei Kindern sowie deren Intelligenz und Konzentrationsfähigkeit. Bei Erwachsenen können Fehlfunktionen der Schilddrüse zu Leistungseinbußen und einer Reihe von Gesundheitsstörungen führen.

Um diese Steuerungsaufgaben erfüllen zu können, ist die Schilddrüse auf eine regelmäßige Zufuhr von täglich etwa 180 - 200 Mikrogramm (millionstel Gramm) Jod angewiesen. Diese Menge wird ihr mit der Nahrung trotz einer in den letzten Jahren verbesserten Jodzufuhr jedoch nicht zugeführt. Im Durchschnitt fehlt Jugendlichen und Erwachsenen noch etwa ein Drittel der empfohlenen Zufuhrmenge, das sind etwa 60 - 80 Mikrogramm Jod pro Tag.

Mangelt es der Schilddrüse über längere Zeit an Jod, vergrößert sie sich: Es entsteht ein Kropf. Dieser kann im Anfangsstadium noch nicht einmal sichtbar sein, wirkt sich aber bereits nachteilig auf die Gesundheit aus, indem er z. B. auf die Luft-und Speiseröhre drückt und somit zu Atem- und Schluckbeschwerden führt.

Produziert die Schilddrüse im weiteren Verlauf nicht mehr ausreichend Schilddrüsenhormone, kann dies zur Reduzierung der Abwehrkräfte des Organismus, zu ständigem Frieren, zu Müdigkeit, Leistungsschwäche und einer Reihe von Funktionsstörungen führen.

Der naturbedingte Jodmangel in der Nahrung, der daraus entstehende Kropf und die dadurch ausgelösten Schilddrüsenkrankheiten sind aber kein unausweichliches Schicksal. Durch die Verwendung von Jodsalz oder Jodsalz mit Fluorid im Haushalt, den regelmäßigen Verzehr von Seefisch und Milch sowie den bevorzugten Kauf von Lebensmitteln, die mit Jodsalz hergestellt sind (vor allem Brot), kann einer jodmangelbedingten Schilddrüsenvergrößerung wirkungsvoll vorgebeugt werden.

Die breite Verwendung von Jodsalz hat in den letzten Jahren zu einer erfreulichen Verbesserung der Jodversorgung geführt. Dies zeigt sich am deutlichsten bei Schulkindern, bei denen regionalen Untersuchungen zufolge heute erheblich seltener vergrößerte Schilddrüsen als Folge von Jodmangel festgestellt werden als noch vor zehn Jahren.

Nach Professor Peter C. Scriba von der Universitätsklinik München, Sprecher des Arbeitskreises Jodmangel, gibt es aber immer noch so genannte Risikogruppen, zu denen vor allem Schwangere und Stillende zählen, die einen erhöhten Jodbedarf haben. Sie sollten deshalb neben einer jodreichen Grundnahrung noch täglich etwa 100 (-150) Mikrogramm Jod in Tablettenform zu sich nehmen. Auch Jugendliche in der Pubertät, besonders wenn sie viel Fastfood konsumieren, die zumeist ohne Jodsalz hergestellt ist, sind jodmangelgefährdet. Gleiches gilt für Freizeit- und Leistungssportler, die mit dem Schweiß vermehrt Jod ausscheiden. Auch sie sollten ihrer Jodversorgung besondere Aufmerksamkeit widmen.

Quelle: Arbeitskreis Jodmangel
13.10.2005 http://www.journalmed.de


Kompetenz-Allianz für Schilddrüsenkrebs

(mp) - Zur besseren Versorgung von Patienten mit Schilddrüsenkrebs oder dem Verdacht auf eine entsprechende Erkrankung hat sich jetzt eine Kompetenz-Allianz gebildet. Ärzte der Klinik für Nuklearmedizin, der Inneren Medizin und der Chirurgie des Universitätsklinikum Frankfurt am Main haben sich vor Ort in dieser Allianz zusammengefunden, um modernste Untersuchungsverfahren und eine Behandlung auf höchstem Niveau zu gewährleisten.
Jedes Jahr erkranken etwa 3 000 Menschen in Deutschland an Schilddrüsenkrebs, bei zirka 15 Millionen Menschen werden Knoten in der im Hals sitzenden Drüse diagnostiziert. Die Heilungschancen sind recht gut und im Vergleich zu anderen bösartigen Tumoren höher. Eine frühzeitige Entdeckung und eine optimale Behandlung begünstigen die Heilung. Im Anfangsstadium bleiben die Knoten oft unbemerkt. Erst wenn die Schilddrüse wächst und auf Nachbarorgane drückt, kommt es zu Schluckbeschwerden und Atemnot. Eine Ursache hierfür ist Jodmangel, dem mit einer ausgewogenen Ernährung vorgebeugt werden kann. Jod ist ebenso wie Selen ein essentielles Spurenelement und findet sich überwiegend in Meeresfisch und jodiertem Speisesalz. Selen spielt eine wichtige Rolle bei der Produktion und Aktivierung der Schilddrüsenhormone. Es findet sich unter anderem in Fleisch, Fisch und Spargel.


"Jedes zehnte Neugeborene hat Jodmangel"
NÜRNBERG (ras). Die Jodaufnahme der Bevölkerung bleibt in allen Altersgruppen weiterhin unter der bedarfsgerechten Menge. Je nach Altersgruppe und Region weisen fünf bis zehn Prozent einer Altersgruppe eine Schilddrüsenvergrößerung auf.
Darauf hat Professor Stefan Wirth, wissenschaftlicher Leiter des Kinder- und Jugend-Ärztetages 2006, hingewiesen. Zwar habe sich in den vergangenen 15 Jahren bundesweit die Jodversorgung verbessert. Trotzdem bestehe noch bei etwa zehn Prozent der Neugeborenen ein Jodmangel mit verminderter Schiddrüsenhormonproduktion. Ärzte Zeitung, 21.07.2006